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Zuhören
Inhalt /
Hinweise:

 

 

Zuhören  1

Worte, Inhalte, Fragen und Positionen

 

Für das Zuhören gibt es verschiedene Positionen. 
Hier die zwei wichtigsten:

von dir sagen - oder mir sagen

1  Ich höre zu - von DEINER Position aus. Ich versuche also die Bedeutungen deiner Worte 'für dich' zu erfahren, um dich besser zu verstehen. 2  Ich höre zu - von MEINER Position aus. Ich fülle (interpretiere) deine Worte mit  meinen Bedeutungen und behaupte dann - mir selbst und auch dir gegenüber - dich zu verstehen.

 
Jeder Mensch hat seine bis jetzt eingesammelten Vorstellungen, Eindrücke, Gefühle, Wünsche, Sehnsüchte - alles, was schon gelebt wurde und noch gelebt werden möchte - eingeteilt und in zusammengehörigen Portionen in einem inneren großen Schrank mit vielleicht 1000 Schubladen aufbewahrt.
Um nun bestimmte, ganz eigene Inhalte, Gedanken und Gefühle besser finden zu können, erhält jede Schublade als Erkennungsmerkmal die Beschriftung mit einem bestimmten Wort, z.B. Egoist - oder Liebe - oder Zärtlichkeit usw. Taucht nun genau dieses Wort irgendwo im Gespräch auf, denkt wohl in den meisten Fällen jeder an die Inhalte der eigenen Schublade mit all den dort persönlich eingeordneten Bildern, Eindrücken, Erlebnissen und Gefühlen.

Nur: Wenn zwei miteinander ins Gespräch kommen, kann es fatal werden, wenn beide nicht beachten, dass jeder - bleiben wir beim Wort ‘Egoist’ - ganz anderes an Bedeutungen und Inhalten in der jeweils eigenen Schublade gesammelt hat. Dann gebraucht jeder zwar das gleiche Wort, spricht aber nur noch von den ‘je eigenen’ Inhalten.

So kann ein ‘Gegeneinander-argumentieren’, ein ‘Behaupten, dass das so stimmt und anders eben unmöglich ist’, also Streit und Auseinandersetzung entstehen. Mit der Folge: ‘Ärger und schlechte Stimmung’. Beide merken nicht, dass sie gleichzeitig von zwei verschiedenen Inhalten sprechen. Nämlich vom Inhalt der inneren Schublade des einen mit der Aufschrift ‘Egoist’ - und auch von dem zwangsläufig ganz anderen Inhalt der inneren Schublade des anderen, für die dieser seinerseits auch die Aufschrift ‘Egoist’ verwendet.

Sie reden gegeneinander und aneinander vorbei. - Das belastet.

Kennen-lernen und einander besser verstehen verlangt zunächst das ‘Erkennen’, dass das Wort ‘Egoist’ für beide je ganz verschiedene Inhalte hat. 
Dann Fragen stellen: "Welches sind deine Inhalte?" - und neugierig und offen zuhören. - Und schließlich auch selbst erzählen: "Welches sind jetzt dazu meine Inhalte?" - Dabei hört dann der andere offen und neugierig zu.

Dieses Grundwissen voneinander ist Voraussetzung, um zum eigentlichen Thema erfolgreich miteinander reden und - wenn gewünscht - sich auch einigen zu können.

ZWEI Menschen haben für ihre Worte immer zwei VERSCHIEDENE Inhalte.
und
Ähnliche Inhalte können je ganz verschiedene Worte haben.


 

Newsletter Nr. 138 vom 22.05.12    Wie oft kommt (verzweifelt) die Frage: "Hörst du mir überhaupt zu?" oder auch eine (verzweifelte) Reaktion - bei Erwachsenen und besonders auch Kindern.
Beispiel: Marion kommt bedrückt aus der Schule und wirft ihre Schulsachen mit dem Kommentar in die Ecke: "Ich mag nicht mehr in die Schule gehen." Die "interpretierende" Mutter reagiert eher vorwurfsvoll: "Hast du wieder nicht gelernt und schlechte Noten eingefahren?" Folge: Die Tochter fühlt sich unverstanden, stürmt ärgerlich in ihr Zimmer und schlägt heulend die Türe zu.
Die "zuhörende (einfühlsame)" Mutter schaut hin und hört hin: "Ich sehe dich ganz durcheinander und eher bedrückt. Hat es mit der Schule zu tun?"  Die Tochter schüttelt den Kopf: "Nein!" Die Mutter nimmt sie in den Arm und fragt: "Was ist denn los?" - Jetzt stellt sich heraus, dass die Tochter auf dem Nachhauseweg von einem Jungen angemacht worden ist und deshalb Angst hat, diesen Weg wieder zu gehen.  -  Welch ein Unterschied!
Wirkliches Zuhören, Hinschauen, Hinspüren, Einfühlen und Fragen erleichtert für alle das Leben und schafft Verbindung.
Und - es will gelernt und ständig (behutsam!) geübt werden.

***Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen,
    dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben,
    eine noch größere Illusion  ist, als die Welt des Traumes. (Salvador Dali)*** 

siehe auch:   Gewaltfreie Kommunikation    Kommunikation (V-Fugru)    Streit (6)   Verhandeln    Worte4 

                    MOSAIK / Gespräch(5)     MOSAIK / Empathie       MOSAIK / Interpretationen    
                   MOSAIK / Meinung (Glauben&Sein)      MOSAIK/ Schule       MOSAIK / Zuhören 

  

Texte unter "Z" Z-Fundgrube Zauberbogen Zeichen auf dem Weg
Zeit Ziele Ziel-Sätze Zitate 4 Zitate 5
Zitate 6 Zitate 7 Zufrieden Zuhören Zuständig
Zuversicht Zu zweit Zwang Zwiegespräche
Zwischenbilanz Zum Schluss   Z-Ende   

 

verstreute "Z"-Texte Zitate 1-3   und   Zitate 8 ff.  siehe:  Inhaltsverzeichnis
Zauberkünstler -> Zit. 37  Zukunft1 -> Jetzt.. Zukunft2 -> Zit.9   
 

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