Sorgen für mehr Freude-spüren, Bewußt-sein, Lebendigkeit und Intensität !
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Überblick

ermöglicht klare und gute Entscheidungen!

 

Ab und zu höre ich den Satz: "Jede bewusste Entscheidung ist eine gute Entscheidung!" - Unlängst wieder. - Da nahm ich ihn endlich bewusst auf und begann diese Behauptung - bezogen auf mich - zu hinterfragen: "Wieso eigentlich immer ‘gut’? - Hat das auch für mich Bedeutung? - Wenn ‘ja’ welche?"
Heute ist mir vieles klarer - und ich habe eine Menge dazu gelernt!

Um das Ergebnis meiner Überlegungen gleich vorweg zu nehmen:
Die meisten alltäglichen Entscheidungen werden un-bewusst getroffen. Das eigene Verhalten und Handeln wird also überwiegend un-bewusst gesteuert. Die Folgen sind mitunter katastrophal.
Demgegenüber sind bewusste Entscheidungen immer persönlich gute Entscheidungen, weil sie in der aktuellen Situation die verschiedenen Möglichkeiten, Vorteile und Nachteile, Wirkungen und Folgen - und zwar genauso für mich, wie für die anderen Beteiligten (z.B. Partner) - bedenken.

Tagaus, tagein treffe ich Entscheidungen: "Aufstehen? - Etwas essen? - Rechts gehen? - In den Bus einsteigen? - Freundlich grüßen? - Mich über eine Geste ärgern? - Mich einsetzen für das, was gerade verlangt wird? - usw."
Das Interessante ist, dass ich es häufig gar nicht merke, wenn ich mich entscheide. Ich mache es einfach so, mehr oder minder ‘automatisch’,
weil ich meine, dass es so sein muss  (es entspricht meinen bisherigen Gewohnheiten und geht gar nicht anders) - oder
weil ich annehme, dass ich es so will.

Wer bedient nun diese innere Automatik ?
Es sind die eigenen DENK-VORSTELLUNGEN und GEWOHNHEITEN, die aus bisher Gelerntem (das ist richtig, jenes falsch; das ist gut, jenes böse; so tut man es, anders nicht - usw.) entstanden sind. Sie wurden irgendwann in der Vergangenheit intensiv trainiert - mit oder ohne Widerstand (Ärger, Angst, Tränen), mit oder ohne Freude (vielfach ohne) - und sind dann nach und nach als ‘automatische’ Weichenstellungen ins Unterbewusstsein eingesunken.
Sie mögen damals, als sie gelernt wurden - im 3., 5., 8. Lebensjahr, oder auch noch gestern, gut und richtig, vielleicht auch einfach nicht anders möglich gewesen sein. Doch - was ist HEUTE und in der aktuellen Situation der beste Weg, die beste eigene Art es anzupacken?

"Ich mache das immer so! - Ich bin eben spontan! - Da brauche ich nicht groß nachzudenken! - Das gehört sich so! - Das kann ich doch erwarten! - Anders mag ich es nicht! - Anders macht es mir Angst / keinen Spaß! - usw." - Plötzlich werden solche Äußerungen und das Handeln und Verhalten, das daraus entspringt, sehr fragwürdig.
Ich bin jetzt nicht mehr 3, 5 oder 8 Jahre, ich bin auch nicht mehr klein und schwach, auch nicht mehr der Entscheidung der Großen (z.B. Eltern, Lehrer) oder der Stärkeren (z.B. Chef, Partner, Kollegen) ausgeliefert. Ich muss auch nicht mehr das fortsetzen, was ich bisher oder noch gestern so gedacht und gemacht habe.

Die momentane Situation mag früheren Verhältnissen ähnlich sein, sie ist aber niemals gleich! Bei genauerem Hinschauen werden die Unterschiede erkennbar.
Die Tragik ist aber, dass dieses genauere Hinschauen zunächst kaum möglich ist, weil ich nicht merke, wo ich überhaupt hinschauen soll. Ich handle einfach - so wie immer.
Wenn dieses Verhalten von gestern ‘automatisch’, also ohne bewusste Anpassung an die gegenwärtigen Verhältnisse, übernommen wird, dann sind damit immer nur ‘weniger gute’, niemals bestmögliche Ergebnisse erreichbar. 

Die Wirkungen sind dann häufig Ärger, Streit, Verspannungen, Bedrückt-fühlen, Schmerzen und Krankheiten. Sie wiederholen sich - in kleineren und größeren Abständen, wenn auch die einzelnen Erscheinungsformen, Personen und Situationen verschieden sein mögen.
Kraft un-bewusster innerer Automatik müssen sie sich wiederholen - und zwar so lange, bis das eigene Denken, Verhalten und Handeln dazu ‘bewusst und aktuell’ überprüft wird und neue Möglichkeiten gelernt werden, die momentan gewünschten Wirkungen - und nur darauf kommt es an - SELBST besser und erfreulicher zu gestalten.

Sobald es also weniger Freude macht oder gar beginnt weh zu tun, ist das eine spürbare innere Aufforderung, dem eigenen Denken, Verhalten und Handeln mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden.
Niemals kann es nur darum gehen, was ‘andere’ tun oder nicht tun. - Es ist selbst-schädigend, 'nur' zu sagen: "Wenn der Partner es so macht, dann mache ich das auch (anpassen)!" - oder: "Soll doch endlich der andere sich so verhalten, wie ich mir das vorstelle, dann verändere ich bei mir auch etwas!" - oder: " Wenn du nicht aufhörst, wie komme ich denn dazu?" - oder: "Du bist Schuld, dass .... !"  usw.

Wichtig sind das gleichzeitige aufmerksame Spüren und Beachten der eigenen Gefühle und Bedürfnisse - und ein klarer Kopf! - "Wie sind die momentanen Wirkungen meines Denkens, Verhaltens und Handelns? Will ich sie weiter so haben?" - Sind sie belastend und ich denke und handle auch weiterhin so, dann werden die Wirkungen für mich so bleiben! Ich tue dann etwas, was mir nicht nur nicht gut tut, sondern - im Gegenteil - schadet!

Wirkungen zeigen sich niemals nur äußerlich, im Kontakt mit anderen Menschen und Situationen, sondern immer auch innerlich, im Kontakt mit dem eigenen Körper! - Um nur einige Beispiele zu nennen: Einseitigkeit, Bewegungsarmut, Verspannungen, Migräne, Magengeschwüre, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs usw. Sie alle zerstören meine Lebensmöglichkeiten. Es sind also Wirkungen, die mich schädigen.
"Was mache ich da nur mit mir und meinem Leben?"

Folgende Fragen können hilfreich sein:
Was habe ich davon?  
Lässt sich Gleiches auch mit weniger Energieaufwand und
mit mehr Freude, Lachen und Leichtigkeit erreichen?
 

Nun mag mancher einwenden, "Muss ich immer und überall etwas davon haben?".
Eindeutige Antwort: "Wenn ich will, dass es mir dabei AUCH gut geht und ich mich insgesamt immer wohler fühle - alleine, mit dem Partner und mit anderen zusammen - dann JA !"
Dass der eigene Zugewinn an Freude niemals auf Kosten anderer oder zu deren Lasten (z.B. durch versuchte Fremdbestimmung, Besserwissen, Bevormunden und Erwarten / DU musst / bist / kannst ..., mach' DU) angestrebt werden darf, ist selbstverständlich.

Ich brauche also immer einen Handlungsgewinn, der letztlich dazu beiträgt, dass ich so viel und so intensiv Freude ‘spüre’, wie das jetzt und in dieser Situation nur irgend möglich ist.

Natürlich hat alles seinen Preis. In meinem Handeln stecken dann ja Engagement und Anstrengungen, oftmals auch Mühe, Zeit, Geld, Risiko und die Überwindung, auch Dinge zu tun, die ich eigentlich gerade lieber nicht oder nicht so machen würde.
Bei schönem Wetter würde ich zum Beispiel viel lieber spazieren gehen oder an der Isar beim Baden sein, als in einem stickigen Büro, vielleicht sogar auch noch mit muffeligen Kollegen zu sitzen. Es kostet Überwindung - klar! Doch ‘ich will’ es wirklich so, weil ich damit das Geld für meinen Lebensunterhalt verdienen kann. Und weil ich mir so mein Leben insgesamt, sowohl in der Arbeit, als auch in meiner arbeitsfreien Zeit so schön und erfreulich, wie nur irgend möglich, gestalten kann. Der Zugewinn an Freude überwiegt eindeutig. Die helle und erfreuliche Seite ist größer, als der dazu gehörende Schatten!

Die Entwicklung und damit das eigene Bemühen sollte also immer dahin streben, dass der helle Anteil an Freude, Lachen, Leichtigkeit und Zufriedenheit immer größer - und der dunklere (belastende) Anteil, der ganz selbstverständlich auch dazu gehört, möglichst nicht größer, sondern eher kleiner wird. - Es muss sich lohnen!
Dann kann es gelingen, dass mehr und mehr ein Gefühl von z.B. "Zu 75% fühle ich mich rund, wohl, zufrieden und immer wieder glücklich - und die restlichen 25% mache ich mir so angenehm, wie es eben gerade geht!" wächst. - Bravo!
 

Das sind also Möglichkeiten, Schaden und Schmerzen zu spüren und daraus dann Anregungen abzuleiten, das eigene Denken, Verhalten und Handeln in Richtung ‘mehr Freude’ weiter zu entwickeln.

Darüber hinaus gibt es selbstverständlich auch den Weg, die eigene Geschichte zu erforschen und daraus dann im Einzelfall notwendige Lern- und Erweiterungsschritte abzuleiten (z.B. in Therapie und Selbsterfahrung).

Ein wichtiger und alltags-tauglicher Weg ist es allemal, zu lernen und zu trainieren, Entscheidungen immer öfter situations-orientiert, bewusst und aktuell nach dem Prinzip des Überblicks zu treffen.

Was ist ‘bewusst und aktuell’ - und wie geht das?

AKTUELL   mit meinen jetzigen - heutigen - Möglichkeiten 
und Fähigkeiten. - Sie sind mit Sicherheit besser, 
weil weiter entwickelt, als früher und noch gestern.
 
BEWUSST  beginnt zu fragen und zu überprüfen:
 
1.  Wie mache ich es jetzt? - Mit welchen Wirkungen für mich und andere? - Tut mir das gut? - Wie wirkt sich das auf andere und meine Umgebung aus?
 
2.  Wie will ich es denn realistisch mehr haben - für mich, den Partner und die anderen Beteiligten?
 
3.  In welche Richtung will ich mein Verhalten (Inhalte, Gewohnheiten) verbessern und erweitern?
Welche besseren 'neuen' Möglichkeiten und Lösungsvarianten ergeben sich dann?

 
Bei der Suche nach mindestens drei besseren Möglichkeiten (nur eine: hat keine Wahlmöglichkeiten; zwei: sind ein Dilemma, verlangen also 'entweder - oder', 'ja - oder nein' usw. und erst ab drei wird echtes Auswählen und damit bestmögliches Abstimmen auf die aktuellen Verhältnisse möglich) ist es wertvoll, auch spezielle Lösungsvarianten mit einzubeziehen - zum Beispiel

die effektivste Lösung viel erwünschter Nutzen - mit relativ wenig Aufwand an Geld, Zeit, Mühe usw. / rationell, praktisch, organisatorisch durchdacht, zweck- und ziel-orientiert,
 
die schönste Lösung gefällt am besten / ästhetisch / eine Wohltat fürs eigene Auge,
 
die persönlich wohl-
tuenste Lösung
fördert Gesundheit, Spannkraft, Freude, Lachen und Wohl-fühlen,
 
die Traumlösung eben ein Traum (Wie wichtig ist er? Was bringt er?),
 
die partnerschaftliche Lösung berücksichtigt eigene Wünsche und Bedürfnisse und diejenigen des anderen, ist oft nicht so optimal, wie es alleine möglich wäre, hat aber den Vorteil der Gemeinsamkeit, 
 
die beste
Gesamt-Lösung
die alle wichtigen Teile, soweit das jetzt eben möglich ist, berücksichtigt und verbindet.  - usw.


Das In-Worte-fassen und Heraus-schreiben (die Gedanken nach außen bringen und auf dem Papier ablegen) ist besonders wertvoll, weil damit nicht nur die Einzelheiten genauer erkannt werden können, sondern gleichzeitig innerlich auch wieder Platz für neu nachfließende Ideen und Einfälle geschaffen wird.
 

So entsteht nach und nach eine Gesamtschau:
 

Überblick  
Gewinn  +  Verlust
Vorteile  +  Nachteile
Licht      +  Schatten
Freude   +  Anstrengung dafür  usw.


Die Situation,    
das eigene Verhalten,    
die spürbaren Auswirkungen,    
wie sie gerade sind    

 

so lassen

verbessern

 

Nun ist eine klare und ausgewogene  ENTSCHEIDUNG  
möglich und wichtig!

Wie will  ICH  es jetzt und in der Zukunft  
FÜR MICH  immer mehr haben ?

Bin  ICH  bereit,  MICH  dafür nun auch  
SELBST  entsprechend einzusetzen ?


Bisherige Gewohnheiten (Denken, Verhalten und Handeln) und ihre Folgen werden genauso einbezogen, wie persönlich wichtige Anliegen und Ziele. Neue, andere und erfolgversprechende Möglichkeiten werden entdeckt. Die Auswirkungen, auch auf den Partner und andere, werden bedacht.

Trotz reiflicher Überlegungen bringt eine ‘neue Entscheidung’ oft nicht nur Vorfreude und ein gutes und zuversichtliches Gefühl, sondern auch Unbehagen, Unsicherheit, Angst und inneren Widerstand.
Bisher hätte das wahrscheinlich den Aufbruch ins Neue verzögert oder gar verhindert.
Nun, da die Entscheidungen und ihre Durchführung ja ‘klar und bewusst’ getroffen werden, können diese inneren Festhalter (am Alten) sich zwar melden, sie dürfen auch dabei sein (bis sie von selbst mehr und mehr verschwinden), sie können aber den Aufbruch ins Neue nicht mehr verhindern.
Denn die ‘bewusste Entscheidung’ hat auch die Kraft zur Überwindung eigenen Zauderns, von Ängstlichkeit, Unsicherheit, Bequemlichkeit und von eingefahrenen Gewohnheiten.

Der Blick geht nach vorne!
Die innere Sicherheit sagt:

"Ich weiß, was ich tue! 
Es geht in Richtung mehr Freude spüren ! - Es lohnt sich!"
 

Und nun kommt noch etwas, was sehr hilfreich sein kann, nämlich ein stützender und treibender Vorsatz (täglicher Ziel-Satz):

"Ich überwinde und traue mich
und mache den nächsten und angemessenen Schritt
immer schon dann, wenn er mir möglich ist!
Ich bleibe dran!"
 

 

 

Nicht alles,
was mir Freude macht,
ja mich sogar begeistert,
tut mir auch gut!
Manches dagegen,
demgegenüber ich
Unbehagen, Widerstände
und Angst verspüre,
ist für mich nicht nur gut,
sonder sogar wichtig, weil es
aus der Einseitigkeit herausführt
und zum Gleichgewicht beiträgt.

 

Thema der Woche ab 20.03.09   (04.10.03)       Wir kleben alle mehr oder minder an eingefahrenen Gewohnheiten. Allzu leicht entsteht "Betriebsblindheit" für das eigene Leben, seine Inhalte und dem noch Wünschenswerten und Möglichen. Ein "Überblick" hilft immer wieder weiter!   

Newsletter Nr. 93 v. 21.07.08    Eingefahrene Denkmuster und Gewohnheiten bedeuten automatisches, weil un-bewusstes Handeln und Verhalten. Ein Überblick führt ins Jetzt und ermöglicht aktuelle und damit bewusste und gute Entscheidungen.
                     *** Suche nach den positiven Absichten hinter jedem Verhalten!   (unbekannt) ***

siehe auch:   MOSAIK / Miteinander (4) 

 

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