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Schmerzen
Inhalt /
Hinweise:

 

 

Schmerzen  1

Ärger und Krankheiten - und 'eigene' Veränderung


Meine Schmerzen,
mein Leid und meine Krankheiten
rufen mich an.

Sie werden heftiger,
um mich wach zu rütteln
und aufmerksam zu machen,
dass ich gemeint bin,
mein
Denken, Handeln und Verhalten
zu überprüfen,
meine
momentane Richtung
und ihre Wirkungen
zu bedenken
und mich neu zu orientieren.

Sie fordern mich auf,
nun endlich selbst dafür zu sorgen,
dass es mir wieder besser geht,
ich mein Gleichgewicht finde,
mich wohler fühle,
mehr Freude spüre
und wieder öfter und von Herzen lachen kann.

Schmerzen und Kummer verlangen gnadenlos
eigene Veränderung
vor allem durch Dazu-lernen von neuen Möglichkeiten.

Niemand kann mir
die Zuständigkeit für mich abnehmen.
Doch wie segensreich ist es,
in solchen Zeiten der Krise,
Anteilnahme, Hilfe und Unterstützung zu erfahren
durch Mit-Menschen und kompetente Fachleute
(z.B. Partner, Freunde, Ärzte und Therapeuten):

"Hilfe zur Selbsthilfe!"
 

 

 

  

Schmerzen  2

Fragen an meinen Schmerz !

 

Ich war dabei, mir einen Traum meiner Kindheit und eine dann auch später immer stärker werdende Sehnsucht zu erfüllen, nämlich die Lebensart der Indianer und die Weisheit ihrer Alten, Medizinmänner und Heiler genauer kennen zu lernen. - Auf einem Viehmarkt inmitten der Prärie des Mittleren Westens hatte ich Reitpferde erstanden. Meine Frage nach den Indianern war auf mitleidiges und nachsichtiges Lächeln gestoßen. - "Ein Greenhorn aus Europa!", stand vielfach in den Gesichtern, auch wenn sie es nicht sagten.

Doch dann traf ich, ganz zufällig, als ich das Zaumzeug für meine Pferde ergänzen wollte und dazu einen etwas altertümlichen und dunklen Laden in einer Ecke des Marktplatzes betreten hatte, auf einen Indianer. - Lachender Blitz! - Welch ein Glück! - Wir kamen nicht nur ins Gespräch, sondern er wurde dann auch zu meinem erfahrenen Führer auf dem Weg durch verschiedene Indianer-Reservate - und immer mehr auch mein Freund, Lehrer und Bruder.

Wohl gut drei Wochen waren wir schon zusammen, als wir wieder unterwegs waren in einem abseits gelegenen, felsigen und ziemlich unwegsamen Gebiet. Da geschah das für mich schier Unglaubliche: Das Pferd des Indianers strauchelte und warf seinen Reiter ab. - Lachender Blitz war schnell wieder auf den Beinen - und ritt einfach weiter.

Als wir am Abend unser Tagesziel erreicht und unser Lager aufgeschlagen hatten, erwähnte er, fast nebenbei, dass er am folgenden Tag nicht weiterreiten werde. Er brauche diesen Tag für sich, um zu fragen. Mehr dazu zu sagen, war er nicht bereit.

Am nächsten Tag gab er mir Informationen, worauf ich während seiner Abwesenheit besonders achten sollte. Dann verließ er mich zu Fuß. Erst am Spätnachmittag kam er wieder - fröhlich vor sich hin summend - und beteiligte sich, ohne viel Worte zu machen, an den Vorbereitungen zu unserem Abendessen.

Während ich so zurückdenke, sehe ich uns wieder: Das Essen ist vorbei, das Feuer ist schon etwas zusammengesunken. Immer wieder zischen und knacken brennende Äste. In der Ferne unbekannte Geräusche. Beruhigend das leise Scharren der Pferdehufe. Immer mehr wird es Nacht.

Lachender Blitz liegt mir gegenüber am Feuer, den Kopf in eine Hand gestützt und betrachtet mich lächelnd.

Irgend etwas ist passiert - und ich bin neugierig. Es muss mit dem Sturz vom Pferd zu tun haben. - So frage ich ihn denn: "Erzählst du mir davon?"

Seine Augen antworten mit einem Lachen.

Nach einer Weile des Schweigens, beginnt Lachender Blitz zu erzählen:

"Meist fühle ich mich weich und beweglich, klar und kraftvoll, in Verbindung und im Gleichgewicht. Wie ein Adler, der im Licht fliegt. - Ich spüre dabei sehr bewusst, dass ich dazu gehöre und - genauso wie alle anderen - ein wichtiger Teil des Ganzen bin. Das genieße ich auch.

Doch dann holen mich zwischendurch auch immer wieder Niederlagen und Schmerzen ein, vielfach begleitet von dem Gefühl zu schrumpfen, enger und kleiner zu werden. Ich fühle mich dann bedrückt und niedergeschlagen. - Gestern, nach dem Sturz, war es auch wieder so.

Solche Zwischenfälle gehören zwar zum Alltag, doch sie sind mir auch wichtige Hinweise auf Botschaften, die für mich in den jeweiligen Ereignissen stecken!
Die Hinweise als solche kann ich erkennen, doch die für mich darin versteckten  Botschaften in den seltensten Fällen sofort entschlüsseln und verstehen.

Da ziehe ich mich dann zurück, schließe meine äußeren Augen und Ohren - und nehme mit meinem Schmerz innerlich Kontakt auf. - Ich lade ihn dann in meinen inneren Raum ein. - Du kannst dir das so vorstellen, dass mir da die Mitte meines Leibes ganz intensiv als großes Gewölbe und als Zentrum meiner Liebe bewusst wird. Dort begrüße ich meinen Schmerz als einen mir wichtigen Freund und beschenke ihn mit meiner Aufmerksamkeit und meiner Zuwendung.

Nach einer Zeit schweigenden Miteinander-vertraut-werdens spreche ich ihn an:

>Du besuchst meinen Körper und meine Seele.
Du bist mein Freund - und ich weiß, dass du mir wohl gesonnen bist!
Ich frage dich deshalb:
  • Was willst du mir sagen ?
     
  • Worauf möchtest du mich aufmerksam machen ?
     
  • Was soll ich in meinem Leben gerade dazu-lernen, verändern und damit verbessern?
     
  • Was hilft mir, bringt mich weiter - und ist dabei gleichzeitig auch gut für andere und das Ganze ?

Ich will mir dazu klar werden und dann entsprechend handeln!

Wenn ich deine Aufforderungen verstanden und in die Tat umzusetzen begonnen habe, bitte ich dich, dich zurückzuziehen, mich damit spüren zu lassen, dass ich einen guten Weg für mich  gefunden habe - und damit wieder Platz zu machen für mehr Freude, Lachen und gute Gefühle! - Ich danke dir für deine Unterstützung !<
 

Danach bleibe ich schweigend im Kontakt. - Es braucht seine Zeit! - Doch ich bekomme immer Antworten und Hinweise! - Meist wird mir auch schnell klar, worum es gerade geht und was ich in meinem Denken und Handeln verändern (verbessern) muss, um mich wieder wohler zu fühlen und ins Gleichgewicht zu kommen. - Auch wie ich es am besten anpacke, was mein nächster Schritt dazu sein soll und wann ich ihn machen werde.

Das ist ‘Medizin’ für meine unguten Gefühle und meinen Schmerz!

Ich kann dann innerlich richtig zuschauen und spüren, wie sich mein Zustand und meine Stimmung wieder bessern. Es tut noch weh - und gleichzeitig spüre ich schon wieder Fröhlichkeit und Zuversicht.
Ein eigenartiges - und gleichzeitig wunderbares Gefühl: Der Adler fliegt wieder ins Licht! - Auch wenn er nun zusätzliche Aufgaben der Veränderung hat. Vielleicht gerade deswegen!

Tja - das ist alles - mein Freund!"

Damit lehnte er sich zurück - und es entstand ein nachdenkliches Schweigen.
 

Ein starkes Erlebnis und ein wichtiges Geschenk, das mir Lachender Blitz da gemacht hat. - Denn das, was ihm geholfen hat, habe ich danach auch in mein Leben hereingeholt. Ich mache das jetzt ähnlich! - Und - es hilft auch mir!
 

 
 

Der Schmerz ist die Schale, 
die unser Verstehen einschließt.

von  Kalil Gibran 

 

Thema der Woche ab 10.10.11  (05.07.05)      Immer wieder 'passieren' uns Verletzungen, Erkrankungen, Schmerzen. Wir sind es gewöhnt, zum Arzt zu gehen und wünschen uns ganz schnell die heilende Handlung oder auch die geeigneten Pillen. Das ist auch in Ordnung! - Doch war es das dann? - Worauf will der Schmerz eigentlich hinweisen? Kann es sein, dass er einen Aufschrei der Seele spürbar macht? Auf die innere Botschaft "Ich gestalte momentan mein Leben so, dass ich mir selbst Schaden zufüge!" hinweist?

siehe auch     Erste Seite (Home) / der Weg     Newsletter Nr.35   

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