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Psycho-somatisch

und wo sind die Perspektiven ?

 

Wir saßen in einem kleinen vegetarischen Restaurant - Angelika, Ulrike, Klaus, Stefan und ich. Eben hatte jeder sein Essen bekommen: Einen Auflauf, eine Gemüsepfanne, Sahneschwammerl und zweimal Wildpilze mit Semmelknödel. Ein köstlicher Anblick. Und der Duft! Wir wünschten uns "Guten Appetit".

Kaum hatten wir mit dem Essen begonnen, als es am Nachbartisch ziemlich laut wurde. Ein Mann in mittleren Jahren mit schwarzen Haaren, Hakennase, schmalen Lippen, vorspringendem Kinn und besonders großen Ohren erklärte seinem weiblichen Gegenüber, dass "Heute sagt man ja, dass ein Teil der Krankheiten - angeblich nicht alle - psycho-somatisch bedingt ist. Die meisten Ärzte berücksichtigen das und behandeln dann auch entsprechend." - Und dann wurde er wieder leiser.

Doch das Wort psycho-somatisch im Zusammenhang mit Schmerzen und Krankheiten war zu uns herüber gekommen. Keiner sprach es zunächst an, aber in jedem von uns arbeitete es, das haben wir später lachend entdeckt. Schließlich stellte Klaus an die Runde die Frage: "Was ist eigentlich psycho-somatisch?"

Ich schlug vor, einfach mal einzusammeln, was jedem dazu einfällt - Vernünftiges, Witziges oder auch Verrücktes, was eben kommt. Das machten wir dann auch:

"Psycho-somatisch ist es, wenn dem Arzt nichts mehr einfällt!" -
"Die Seele schreit und dem Körper tut es weh!" - 
"Der Patient bildet sich etwas ein, man muss nachsichtig 
  mit ihm umgehen!" - 
"Ein bisschen verrückt!" - 
"Bemitleidenswert!" - 
"Der Patient hat einen seelischen Knax!" - 
"Der Patient tickt zwar schon noch einigermaßen richtig, aber
  irgendetwas stimmt nicht, ohne dass man schon genau sagen
  könnte, wo genau die Ursachen liegen!" - 
"Schmerzen und Ausfallerscheinungen, obwohl organisch noch gesund!" -
und so ging es noch eine Weile weiter.

Wir haben dann herausgefunden, dass dieses Wort psycho-somatisch wohl auf die Ganzheit des Menschen hinweist: Leib und Seele, Verstand und Gefühl, Außen und Innen.

Schmerzen und Krankheiten haben meist ihre Ursachen in der eigenen Haltung, im geistigen und auch körperlichen Verhalten.

"Ich tue etwas, was mir nicht gut tut - 
ohne das besonders zu beachten!"

Das kann z.B. heißen zuviel und zu lange arbeiten, zu einseitig Sport treiben, ungesund essen und trinken usw. usw. - Das kann aber auch heißen, eigene Gefühle und Bedürfnisse wie Wut, Ärger, Sehnsucht, Hoffnungen, Wichtigkeiten nicht ausdrücken, ja sie im Gegenteil unterdrücken und innen verschließen. - Oder - anders herum - nur das Eigene betrachten, ausbreiten und verfolgen und damit die Wünsche und Bedürfnisse des Partners oder anderer wegdrücken.

So entstehen Fehlentwicklungen.

Das passiert - und die inneren Zusammenhänge bleiben in der Regel un-bewusst und damit un-berücksichtigt. 
Meist werden die Gründe für die entstehenden Auswirkungen (z.B. Streit, Missverständnisse, ungute Stimmung, Misserfolge, Bedrückt-fühlen usw.) auf die Familie, Mit-Menschen, Arbeits-, Lebensbedingungen und andere äußere Umstände geschoben.
Doch - das was äußerlich registriert und erlebt wird, ist vielfach nur ein Spiegelbild des eigenen inneren Zustandes.

Schädliche Lebensgestaltung, die begleitet ist z.B. von Hektik, Einseitigkeit, Trägheit und Achtlosigkeit macht sich - oftmals erst nach Jahren oder auch Jahrzehnten - bemerkbar mit Verspannungen und Schmerzen (innerer Überdruck), mit Antriebs- und Lustlosigkeit (fehlende Energie), mit Konzentrationsschwäche und anderen Ausfallerscheinungen.

Psycho-somatisch ist also ein schmerzlich spürbarer Zustand, aus welchen Gründen im einzelnen auch immer, ohne dass schon ein nachweisbarer organischer Schaden eingetreten ist.
Es sind Gefühle, die aufmerksam machen wollen, dass, wenn ich mein Leben unverändert so fortführe, sich früher oder später weitere und schwerwiegendere Schäden einstellen werden. 

Wird nun also nicht unverzüglich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen gesorgt, weniger durch Tabletten, sondern mehr durch eigenes Dafür-sorgen, dass die Lebensinhalte ins Gleichgewicht kommen (z.B. Spannung und Entspannung, Bewegung und Ruhe, Lärm und Stille usw. - usw.) und zusätzlich dadurch, dass mehr spürbare Freude und Zufriedenheit in den Alltag hereingeholt werden - alleine, mit dem Partner und mit anderen zusammen - dann folgt die nächste Steigerung - und die kann dann auch organische Erkrankungen, wie z.B. Herzinfarkt, Magengeschwür, Bluthochdruck, Schädigung des Immunsystems, Krebs usw. mit sich bringen.

Die Verbesserung der eigenen Lebensbedingungen ist ganz schön schwierig.

Sie verlangt nicht nur das Bewußt-sein

"So will ich es nicht
  oder nicht mehr!",

sondern vor allen Dingen auch 
das Herausfinden von:

"Wie will ich es denn mehr - und 
  was will ich selbst dafür tun,
  dass es immer mehr so wird?"

Die Veränderungs- und Verbesserungs-Ziele müssen dabei attraktiv, lohnend und realistisch, also mit eigenem Einsatz zu erreichen sein.

Gerade wenn schon intensive Schmerzen oder handfeste Erkrankungen vorliegen, sind die notwendigen Kurs-Korrekturen in Richtung "das eigene Leben besser und intensiver gestalten" nicht ohne weiteres und auch vielfach nicht ohne fachkundige Hilfe zu schaffen. Denn die Veränderungen sollen ja möglichst bald Wirkung zeigen - und zwar in der Form, dass wieder mehr Wohl-fühlen, Auftrieb und Zuversicht körperlich spürbar werden.
 

Ärzte kümmern sich um die organisch aufgetretenen Symptome - so gut es eben geht.

Therapeuten und Therapie-Gruppen helfen, die notwendigen Veränderungen im eigenen Leben zu erkennen und in Gang zu bringen.

Selbst-
Erfahrung meint, mehr und mehr herauszufinden, welche Anlagen und Fähigkeiten, Talente und verschiedensten Möglichkeiten noch in mir stecken, durch mich gelebt und mit der Welt verbunden werden wollen, die eigene Freude zu mehren und das Ganze reicher zu machen. Weil das, was in mir steckt, habe ich ja nicht umsonst mitbekommen.
 

Alle Bereiche sind wichtig - und ergänzen sich.
So weit waren wir uns einig.

Da warf Stefan ein: "Aber ich kann nicht einsehen, dass ich an allem selbst Schuld habe! - An meinem Magengeschwür, oder meinem gebrochenen Fuß, wenn ich beim Skifahren an einem Baumstumpf hängen geblieben bin oder an meinen Verletzungen bei einem Verkehrsunfall, wo mir ein anderer die Vorfahrt genommen hat!"

"Schuld?" - oder die Frage "Warum?"
Zunächst wirkte dies auf uns alle und auch auf die Stimmung in der Runde lähmend. Bis wir erleichtert herausfanden, dass das tatsächlich eine lähmende Art der Fragestellung ist. Im höchst-persönlichen Bereich der Schuldfrage nachzugehen, ist in der Regel Zeit- und Energie-Verschwendung. Und die Frage "Warum?" führt häufig ins Argumentieren und Beweisen-wollen.

"Es ist, wie es im Moment eben gerade ist - innen, wie außen!"

Das ist der Ausgangspunkt für eigene Veränderung. Denn jedes Signal, das mir der Alltag anbietet, egal ob in Form von (Ver-) Spannungen, Schmerzen und Krankheit, von Ärger im Geschäft oder mit dem Partner, von Unfällen oder Niederlagen usw. enthält für mich den Hinweis auf eigene Chancen.
Chancen, mein Bisheriges jetzt und aus diesem Anlass zu verbessern, so dass es mir - und auch anderen mit mir - künftig besser geht.
 

"Welche Chancen bietet mir dieses Ereignis an?"

Das gilt es herauszufinden.
Dabei helfen die Innere Stimme, die Intuition, Träume, Gespräche mit sich selbst und auch mit vertrauten Menschen usw. Wichtig ist nur, an der Frage so lange dranzubleiben, bis sie eine spürbar zufriedenstellende (vielleicht auch unbequeme) Antwort hat.

Und danach lässt sich entscheiden:
"Will ich diese Chancen für mich nutzen - und das nun auch tun?"
 

Jetzt waren wir alle zufrieden und konnten - körperlich und geistig gestärkt - dieses nette Restaurant wieder verlassen. 
Es wurde auch langsam Zeit, denn Mitternacht war schon vorüber.

 

 

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