Sorgen für mehr Freude-spüren, Bewußt-sein, Lebendigkeit und Intensität !
Beziehung, Partnerschaft, Ehe, Familie, Schule und Erziehung, Gesundheit, Krankheit, Schmerzen und Krisen, Arbeit und Freizeit, Spiritualität, Sinn, Suche und Wege -  Hier: loben

Zurück ] Home ] Weiter ]  

[ Inhalte ]   [ Med.Gehen  ]   [ Med.Laufen ]    [ Autor  ]   [ Infos / Links ]

 

  
Loben
Inhalt /
Hinweise:

 

 

Loben  1

Schönes anerkennen - und danken!

 

Loben sollte man viel!
Andere - und natürlich auch sich selbst!

Loben bedeutet nicht nur, das Schöne, das Auffallende, das Besondere - auch dieses Augenblickes (!) - anzusprechen, sondern es damit auch zum Mehr-werden zu ermutigen: "Ich nehme das wahr - und das gefällt mir! Das tut mir gut - und ich freue mich darüber!"

Gelobt und anerkannt zu werden, ist eine besonders wohltuende Form der Rückmeldung. Und darauf ist jeder von uns angewiesen. Es ist Nahrung für die Seele und verstärkt Auftrieb und Zuversicht. - Doch das Lob muss ehrlich sein, sonst richtet es Schaden an.

Zu loben setzt bewusstes, waches und interessiertes Wahrnehmen des ‘Du’ mit seinem Verhalten, seinen Ideen und seiner Art voraus. Dazu gehört auch das Anerkennen von Inhalten, die der andere vielleicht sogar besser oder geschickter kann, als ich.
Jetzt wird das Loben gleichzeitig auch für mich zur Anregung, mir Interessantes abzuschauen und dazu zu lernen.
Für das Hereinholen neuer Ideen und zusätzlicher Möglichkeiten in den eigenen Lebens-Alltag verdiene ich dann auch ‘besonderes’ Lob. Denn so fördere ich nicht nur den anderen, sondern auch mich selbst. - Ich bleibe also nicht tatenlos im Bisherigen stecken.

Zu loben schult die Aufmerksamkeit für das Schöne und hilft damit, die immer und überall auch vorhandenen Schattenseiten leichter und nachsichtiger zu nehmen und so das Maß der Freude (für alle) zu mehren.

Ich persönlich wusste lange nicht, wie ‘loben’ geht. Sehr wohl konnte ich aber kritisieren, was mir an anderen nicht gefiel oder wo diese Fehler machten und es aus meiner Sicht Verbesserungsmöglichkeiten gab.
Ich ging also z.B. durch die Fußgängerzone und schaute mir die Leute an. Es gab kaum jemanden, an dem ich nicht etwas auszusetzen hatte. Ich war sehr erfolgreich im Aufspüren von Negativem. Allerdings hat das keineswegs zu einer Verbesserung meiner Stimmung beigetragen. - Im Gegenteil, die Wirkung auf mich war eher drückend.

Da nahm ich mir vor, ‘loben und das Positive beachten’ zu lernen. Wieder wählte ich die Fußgängerzone als Übungsfeld und stellte mir die Aufgabe, bei jedem Menschen, den ich anschaute, das herauszufinden, was mir an ihm gefiel.
Bemerkenswert war, dass ich tatsächlich niemanden fand, an dem mir nicht zumindest eine Kleinigkeit (Ohrringe, ein Schal, die Haare, die frischen Augen, der Gang usw.) gefallen hätte. Und mir ging es gut dabei - und ich fühlte mich immer freudiger und wohler.

Um meinen Blick für das Schöne zu trainieren, habe ich das über einen längeren Zeitraum immer wieder gemacht. Auch heute mache ich es noch ab und zu - einfach zum Spaß - und es bestätigt mich immer wieder in meiner Überzeugung, dass jeder Mensch vieles hat, was ich an ihm bewundern - ja noch mehr, was ich sogar von ihm abschauen und für mich dazu-lernen kann.

Ich bin stolz auf meine Fähigkeit des Dazu-lernens und natürlich auch auf meine Bereitschaft, mich immer wieder zu überwinden und das dann auch zu tun. Und wenn es mir dann wieder mal gelungen ist, dann lobe ich mich auch dafür!

Besondere Formen des Lobens sind das Beschreiben der eigenen Freude und das Danken. Zum Beispiel: "Ich freue mich, wenn ich dich sehe! - Ich freue mich, wenn ich mit dir über meine Gedanken sprechen kann und auch deine ehrliche Meinung dazu bekomme. - Schön, dass es dich gibt! - Schön, dass wir zusammen sind! - Danke, dass du da mitgemacht hast! usw. - usw."

Ehrliches Lob ist tätige Liebe - mit Worten und Gesten.

 

 

"SEE THE BEAUTY!"

 

 

Zitate 32:

Loben  3

"Da bist du ja. Du hast uns gefehlt."

 

"Ich hab' nichts gegen gegen dich." 
Wenn mir das jemand sagt, bin ich beruhigt. 
Mehr nicht.

Ganz anders, wenn mir jemand sagt:
"Du würdest mir fehlen."
So ein Wort erhebt die Seele und beschleunigt das Herz.
Als Kind habe ich es öfters ausprobiert. Ich habe mich versteckt und habe gewartet, ob man mich sucht. Es hat der kindlichen Seele gut getan, wenn sie zu hören bekam: "Da bist du ja. Du hast uns gefehlt."
Hie und da probiere ich es heute noch aus. Die Verstecke sind raffinierter geworden. Aber der Wunsch ist nicht geringer, zu hören: "Da bist du ja. Du hast uns gefehlt."

Wer als Kind immer hören musste "Du hast uns gerade noch gefehlt!", nährt den Grundverdacht: "Ich bin zu vergessen."
....

"Ich habe nichts gegen dich", sagt die Gleichgültigkeit.
"Du bist anders als ich. Dich verstehe ich nicht. Mit dir muss ich streiten ..., aber du würdest mir fehlen", sagt die Liebe.

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Das heißt wohl auch: Wie ich auf das Wort warte "Da bist du ja. Du hast uns gefehlt!", so wartet auch der andere darauf.

Ernst Bräuer
in Z-Informationen 3/02 
des Bildungshauses Stift Zwettl (Österreich)


 

(1, 3) Thema der Woche ab 10.05.12  (26.01.07, 07.06.02, 01.08.05)  "Da bist du ja. Du hast uns gefehlt." - Glücklich Menschen, die solch anerkennende Worte immer wieder zu hören bekommen -  von den Eltern, vom Partner, vom Chef, von Kollegen, Freunden oder anderen. - Das ist Balsam und Nahrung für die Seele.
Es ist schon seltsam, dass wir Defizite beim anderen sofort sehen - und sie ansprechen bzw. kritisieren. Doch es ist auch ungemein viel Schönes, Bemerkenswertes, Anerkennenswertes da. Was geschieht damit? In den meisten Fällen rutscht das einfach nur unter den Tisch. - Ein anerkennendes Wort tut doch so gut - und beflügelt. Probieren wir es doch einmal: "Was sehe ich gerade bei dir, was mir besonders gut gefällt?" - und das auch aussprechen. Was passiert? - Wichtig und wertvoll ist natürlich auch konstruktive und anregende Kritik - wie das Salz in der Suppe -, aber sie braucht als wachstumsfördernden Boden das Anerkennen und Loben.

  

siehe auch:     MOSAIK / Danke       MOSAIK / Loben-anerkennen 
                      MOSAIK / Neugier      MOSAIK / Transformation 

 

Texte unter "L" L-Fundgrube Leben Lebens-Inhalte Lebens-Künstler
Lebens-Räume Leiden Leistung Licht u. Schatten Liebe
Liebeserklärung Loben Löcher     

 

verstreute "L"-Texte Laufen -> Med.Lauf. Lerne -> D-Fugr. Lernen1 -> D-Fugr.
Lernen2 -> S-Fugr. Lernen -> Zit.46  Logisch -> L-Fugr.     
 

  Stand:   siehe Home              [ Inhalte ]         Zurück ] Home ] Weiter ]

 
|----->
  Zu den Fundgruben (= jeweils erste Seite unter den Buchstaben)

Start     AA     BB     CC     DD     EE     FF     GG     HH     III     JJ     KK     LL     MM     NN     OO
PP     QQ     RR     SS     TT      UU     VV     WW     X/Y     ZZ 


|----->  Zu den  Stichwortverzeichnissen

AA   BB   CC   DD   EE   FF   GG   HH   I-J   KK   LL   MM   N-O   P-Q   RR  
  SS   TT   UU   VV   WW   X-Z  
  

© Copyright:  Gerhard Salger 
Email:  g_salger[ät]alltagalschance.de    Internet:  http://www.abcgs.de/ 
(So kann die Email-Adresse im Internet nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)

Besucher:
 
Counter