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Krise / n
Inhalt /
Hinweise:
  •       Krisen (3)  -  Zit.10 ...  HINWEIS:  Verg-heit 3

  •  Krise         -   Ausnahmezustand,  ...

  •  Krisen  (1)  -  ... für dich! - ... für mich!

  •  Krisen  (2)  -  bewältigen (Ja-sagen!)

 

 

Krise

Ausnahmezustand, der neue Ideen verlangt!

 

Eine Krise ist ein Ausnahmezustand (z.B. Streit, Beleidigungen usw.) der, um gut und erfolgreich bewältigt zu werden, zunächst mal ein Stück weit eigenen inneren Abstand, dann wieder eine gute und ausgeglichene Stimmung und schließlich die Frage braucht:

"Was will ich unternehmen (dazu-lernen, bei mir verändern),
damit es mir - und auch den anderen mit mir -
jetzt und auch künftig in einer vergleichbaren Situation besser geht?"

Um im entscheidenden Moment nicht zu explodieren und auf den anderen sinnlos einzuschlagen, egal ob mit Worten oder Fäusten - oder mich sofort verletzt zurückzuziehen, ist zunächst das Einüben neuer Reaktions-Möglichkeiten wichtig.

Meditativ zu gehen - und sei es auch nur im Zimmer auf und ab - hilft zum Beispiel, das innere Gleichgewicht wieder zu finden. Auch fünf Mal konzentriert ein- und auszuatmen oder alleine und schweigend einen längeren Spaziergang zu machen.

In einer Krisensituation unterbricht solches Tun den Spannungszustand.

Um die Situation nicht weiter zu verschärfen, ist es aber wichtig, dem Gegenüber das eigene Handeln zu erklären, z.B. mit:

"Mein Handeln ist jetzt nicht gegen dich gerichtet,
sondern dient der Stabilisierung meines eigenen inneren Zustandes.
Danach können wir weitersehen! - Ich bitte dich um dein Verständnis!"

 

 

 

Krisen  1

"So ist es für dich!"  und  "So ist es für mich!"

 

Krisen (Konflikte) entstehen auch gerne beim Erzählen und Miteinander-reden. 
Einer sagt da etwas - und schon bezieht der andere die Inhalte auf sich. Zum Beispiel:

Der eine sagt:
 
Der andere versteht:
 
Nur so ist es richtig! Ich habe es bisher anders gesehen und anders gemacht, dann will der Erzähler also damit behaupten, ich sei verkehrt! Das ist eine Frechheit!
 
Du bist da zu nachlässig! Der Erzähler beschuldigt mich und macht mir Vorwürfe. Er will mich zwingen, so zu denken und zu handeln, wie er es gerade im Kopf hat, das stimmt aber alles gar nicht! Da muss ich mich verteidigen!
 
usw. usw.

Tatsächlich teilt aber der Erzähler nur etwas von sich selbst mit  Er denkt sich das so und für ihn stellt sich das so dar. Es ist seine höcht-persönliche Sicht der Dinge und der Zusammenhänge, nicht weniger, aber auch nicht mehr. 
Es kann auch sein, dass er sich im Ton und in der Formulierung vergreift und es bessere und verbindlichere Ausdrucksmöglichkeiten gäbe, doch auch das ändert nichts an der Tatsache, dass er höchst-persönliche Vorstellungen äußert.

Wie lässt sich nun erreichen, dass diese ICH-Botschaften des Erzählenden, gleichgültig, wie immer sie im einzelnen auch formuliert sein mögen, als solche auch verstanden und nicht sofort als DU-Botschaften (und damit als Bevormundung, Angriff, Verletzung, allgemeingültige Vorschrift usw.) umgedeutet und interpretiert werden?

Hilfreich ist hier eine 'bewusst' gesprochene ANTWORT (nur innerlich oder auch laut und damit äußerlich hörbar):

"So ist es für dich !
 
Aus deiner Sicht und entstanden auf dem Hintergrund deiner Erfahrungen und Vorstellungen, deiner Lebensgeschichte, deines Wissens, Denkens und Handelns. Und das ist ganz anders, wie für mich!

Das verpflichtet oder bindet mich nicht, weil, was mich betrifft, was ich also denke, glaube und wie ich handeln und mich verhalten will,

das entscheide nur ich für mich ! Niemand sonst!

Niemand kann mich also zu irgendetwas verpflichten oder gar zwingen, wenn ich das nicht ausdrücklich selbst so will!
Und ich will etwas nur, wenn es für mich so stimmt und mir letztlich auch gut tut. Auch das kann nur ich für mich herausfinden und spüren!

Wenn du, Erzählender, aber gerne etwas von mir hättest, dann darfst du mich darum bitten. Du erleichterst mir meine Entscheidung, wenn du mir dann auch noch erklärst, welche Bedeutung das für dich hat und wie wichtig es für dich ist!

Wenn wir beide uns so bemühen, dann werden wir mehr und mehr eine gute und respektvolle, vielleicht sogar liebevolle Beziehung zueinander finden!"

 

 

 

Krisen  2

bewältigen (Ja-sagen!)

 

Da sind Schmerzen, Krankheiten, Streit mit dem Partner, Konflikte in der Arbeit, Konfrontationen mit Kollegen, Freunden oder im Straßenverkehr usw. Es tut also weh. - Es ist naheliegend und durchaus verständlich, darüber klagen, dagegen Widerstand und Ablehnung empfinden und dagegen ankämpfen zu wollen. Auch von anderen, dem eigenen Gesundheitszustand oder der Situation zu erwarten, sie sollten anders sein, als sie nun mal im Moment sind. 
Doch das ist nicht nur sinnlose, sondern zudem auch noch schädliche Energieverschwendung. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass so die abgelehnten Inhalte nicht nur länger bleiben, sondern sich dann auch noch nachhaltig festsetzen und zusätzlich ausbreiten. 

Es gilt die Gesetzmäßigkeit: "Je mehr ich mich mit dem befasse, was ich 'nicht' haben will, desto weniger kann ich mich genau davon frei machen." 
Das hängt auch damit zusammen, dass das Unterbewusstsein jedes Wort und jeden Gedanken als wörtlichen Auftrag nimmt und im Hintergrund ganz entscheidend an unserem Verhalten und unserer Lebensgestaltung mitwirkt. 
Verneinungen wie nicht, keine usw. kann es nicht übersetzen. 
Im Bewusstsein ist jedem klar, dass, wenn von "keine Schmerzen" die Rede ist, damit ein Zustand von "mehr Wohl- und Gesund-fühlen" gemeint ist. Genau diese Veränderung der Inhalte kann das Unterbewusstsein nicht selbständig vornehmen. Ist von 'keine Schmerzen' die Rede, ignoriert es das unverständliche 'keine' und nimmt den vertrauten Begriff 'Schmerzen' als Auftrag. Das Unterbewusstsein wird also, wenn das Anliegen lautet 'keine Schmerzen', heftig daran mitwirken, dass der erkannte Wunsch 'Schmerzen' erfüllt wird, also Schmerzen bleiben oder mehr werden. 
Mehr Wohl-fühlen und Freude müssen, wenn sie nachhaltig wirksam werden sollen, wörtlich zum Inhalt von Denken, Sprechen und Handeln gemacht werden.

Doch, welche Lebenspraxis im Moment auch immer da ist, Veränderung können 'nur dort' angeknüpft und in die verbesserte Richtung weiter-geführt werden, sonst hängen sie in der Luft und wirken nach dem Zufallsprinzip.
Wichtig ist also die Wahrnehmung zu stärken und zu fragen: 
      "Wie ist es denn gerade (und dazu gehören dann z.B. auch
          schmerzliche Begleitumstände)? 
       Wie mache ich es bzw. wie wirke ich mit? und 
       Wie fühle ich mich dabei?"
Und genau dieses in seiner Gesamtheit anzunehmen:

Ja - zu den Gegebenheiten, wie sie jetzt sind! 
In mir und um mich herum!


und dann zu fragen:

In welche Richtung möchte ich, 
dass es für mich weitergeht?


Danach:

Was will ' ich' jetzt - genau dafür - selbst tun 
(erster, kleiner Minischritt)?


Außerdem:

Wozu möchte ich ein Du (Partner, Kollegen etc.) einladen, um es gemeinsam zu tun oder besser zu probieren?

Worum möchte ich meinen Partner / andere bitten?

Wann ist dazu die günstigste Gelegenheit und eine möglichst gute Stimmung?


Es kann ein wichtiger erster Schritt sein, sich zunächst mal einen ausgedehnten Spaziergang zu gönnen - oder das Gegenüber zum Essen einzuladen - oder einen Kinobesuch zu arrangieren etc. Sich selbst also den Raum zum Durchatmen und für wieder-spürbar werdende Freude zu geben.
Dann allerdings ist es an der Zeit, die gewünschte Entwicklungs-Richtung ins Auge zu fassen und die nächsten kleinen Schritte zu überlegen und auch zu machen.

Doch  - wie gesagt: Alles erfolgreiche Verändern und Weiter-entwickeln beginnt mit dem Wahrnehmen und Annehmen dessen, was da ist und wie es da ist.  Ohne wenn - und aber.

Es ist im Moment so, wie es gerade ist! 
     - Ja dazu! -
Wie wünsche ich es mir künftig mehr?
Was tue ich selbst genau dafür?

 

Thema der Woche ab 02.04.06     
  Normalerweise sagen wir zu Vorfällen erst dann, dass es sich um 'Krisen' handelt, wenn sie schon sehr weh tun. Aber 'Krisen' gehören zum Alltag, auch kleine, auch Mini-Krisen. Und sie wollen gespürt, beachtet und berücksichtigt werden, auch wenn nur in Form kleinster Veränderungen, die dann Gegenwart und Zukunft heller machen. - Oft schieben wir sie nur beiseite, wollen sie nicht beachten, weil sie scheinbar stören. Über kurz oder lang schadet das!

siehe auch:    Frieden      Klären    Friedl.u.freundl.Klima finden (X/Y-Fugru.)     Stimmungen     Streit (1)     Zwischenbilanz 

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