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Ich ...
Inhalt /
Hinweise:

 

 

Ich brenne

verschenke Freude und begegne im Licht !

 

Ich wusste es nicht, dass ich auch eine Kerze bin. Bis es mir träumend bewusst wurde. 
In mir habe ich mich als wunderbare Kerze entdeckt - groß, kraftvoll, farbig - einfach schön. Und ich habe mich im Schrank weggesperrt. Hauptsache, ich weiß von diesem Schatz. Was in mir ist, geht niemand anderen etwas an, sagte ich mir lange.
Doch - 'ich' wusste um meinen Besitz  - und fühlte mich dabei doch immer ärmer und alleine.

Bis ich eines Tages auszuprobieren begann, mit meinem Schatz sichtbarer zu werden. Ich holte meine Kerze aus dem Schrank - und stellte sie auf den Tisch. So konnte ich sie immer wieder anschauen, wissen, dass ich sie habe und dass sie mir gehört, auch die bewundernde und beneidende Anerkennung der anderen hören.  - Ich dachte mir die Freude, dass sie mir und sonst niemandem gehört, doch ich spürte so wenig! - Und dann spürte ich hin und wieder auch ein wenig Befriedigung, dass ich das denken konnte. Mit Recht! Weil es ja wirklich stimmte! - Doch nach und nach wurde auch das fad und immer langweiliger.   -  Was hatte ich sonst schon davon?

Ich zauderte lange, doch dann entschloss ich mich dazu, mich anzuzünden und als Licht zu brennen. Und plötzlich veränderte sich alles. Ich gab mich hin - erfüllte mich selbst - spürte Fröhlichkeit, Helligkeit und Wärme, spürte mein Glück - und verschenkte es weiter, verbreitete es - lachend und ohne Einschränkung.

In mir und um mich herum wurde es hell!

Und irgendwann - ich weiß nicht, wie's geschah -  stellte sich die Kerze eines anderen, mir wichtigen Menschen, daneben. Auch sie war angezündet und verbreitete Licht.

Und so stehen wir - nebeneinander. - Seitdem verbreiten wir miteinander jeder sein Licht.

Es tut gut zu brennen, die Freude zu spüren, damit sich an die eigene Lebenserfüllung zu verschenken - Licht für sich und andere zu verbreiten! - 

Im Licht einander zu begegnen!

ICH BRENNE!

 

 

 

Ich hatte einen Traum ...

Schutzgeister

 

Es lebte einmal ein König, in einem Land - und das war ein gutes Land. - Weit, hügelig, mit vielen kleinen Dörfern, frei herumlaufenden Tieren, Feldern, Wäldern, Flüssen, vielen Blumen und vielen lachenden Menschen. - Noch etwas besonderes hatte dieses Land: Viele, viele Spielplätze, auf denen alle - Kinder und Erwachsene - zusammen spielten, tobten, lachten und sich vergnügten.

Der König hatte einen Sohn, der hieß Ennah.

Ennah traute sich nicht, die Spielplätze zu benützen. Wenn er nur einen Spielplatz aus der Ferne sah, sah er ihn mit wogenden Nebeln bedeckt, aus denen beängstigende und bizarre Riesen hervorkamen. Auch feuerspeiende Drachen stiegen auf. Alle begannen sie sich auf ihn zu zu bewegen. - Nur ein Blick genügte und der Schreck durchfuhr Ennahs Glieder, so dass er sich umwandte und flüchtete - in seinen Raum im Schloss.

Dort hatte er einen Ball, der war sein Freund und ihm vertraut - und mit diesem spielt er. - Immer nur mit dem Ball.

Der König war sehr beunruhigt. Er ließ im ganzen Land verkünden, wer seinem Sohn helfen und ihn aufmuntern könne, solle sich doch melden.

Viele waren gekommen und wollten helfen - auch Ärzte und Apotheker, Wissenschaftler und Professoren - und unverrichteter Dinge auch wieder gegangen.

Nach einiger Zeit kam die Nachricht des Königs auch einem alten Schäfer zu Ohren, der versteckt zwischen Bergen und Bäumen lebte.
Man sagte von ihm, er sei schrullig und eigen, weil er mit den Bäumen redete, die Blumen streichelte, Steine aufnahm, sie behutsam betastet und sie dann wieder ablegte, auch mit dem Wind redete und der Sonne zulächelte.

Er war, wenn man ihn aus der Ferne beobachtete, alleine. Keine anderen Menschen waren also da. - Und doch war er ständig umgeben von guten Freunden, eingebettet in ein Miteinander und Füreinander, in Stützen und Gestützt-werden, erwähnte er gelegentlich. - Eigenartig!
Wann immer man ihn zu Gesicht bekam, war er heiter und hatte ein freundliches und anerkennendes Wort für jeden.

Dieser Schäfer hörte nun also vom Aufruf des Königs. Man raunte sich zu, die Vögel hätten ihm die Botschaft gebracht. Woher sollte er es auch sonst erfahren haben?
Alsbald machte er sich auf zum Schloss, bot seine Hilfe an und wurde gleich zu Ennah, dem Sohn des Königs geführt.

Da erzählte er dann von seinen Schafen, den Bergen und den Bäumen, dem Lachen, dem Wind und der Sonne - und noch vieles, was ihn gerade bewegte.
Und Ennah erzählte vom Schloss, von den Menschen hier, von seinem Raum und von seinem Spielgefährten, dem Ball.
Und - dass es ihm eigentlich recht gut gehe mit dem, so wie's eben ist. - "Nur manchmal", erzählte er weiter, "wenn ich aus dem Schloss herausgehe und in die Nähe eines der vielen Spielplätze komme, dann packen mich Angst und Schrecken und ich muss zurückflüchten ins Schloss."
Zögernd und leise fügte er dann noch hinzu: "Wenn die Drachen und die Riesen und die Nebelgespenster von den Spielplätzen verscheucht werden könnten, das wäre schön! - Dann könnte ich vielleicht auch mal dort zum spielen gehen - mit meinem Ball."

Die Augen des Schäfer wanderten versonnen in die Ferne - und nach einer Weile begann er von den Schutzgeistern zu erzählen. - Davon hatte Ennah noch nie gehört.

Der Schäfer lächelte und sagte: "Und trotzdem hast auch du sie!"
Und nach einer Weile fuhr er mit leiser Stimme fort:

"Zwei sind vor dir,
einer vor deiner rechten und einer vor deiner linken Brust,
einer ist an deiner rechten Seite und
einer an deiner linken,
einer ist hinter dir,
einer unter deinen Füßen und
einer über deinem Kopf!

Sie sorgen dafür, dass du dich nicht verletzt und auch nicht verletzt wirst. Sie schicken dir auch gute Gedanken und gute Ideen. Sie sind dir zugetan und sehr um dich bemüht. Sie sind immer für dich da, besonders, wenn du sie rufst und mit ihnen in Gedanken oder auch laut sprichst, ihr Dasein beachtest und spürst!"

"Ja - und wenn nicht, was ist dann?", fragte Ennah. "Ich habe schon öfters bemerkt, dass mir etwas - wie durch ein Wunder - gut gelungen ist, oder mir geholfen wurde. Aber, dass da meine Schutzgeister beteiligt sein könnten, davon habe ich noch nie gehört."

"Sie sind auch dann da," sagte der Schäfer, "wenn du nichts von ihnen weißt und dich nicht um sie kümmerst. - Nur, dann kann es hin und wieder passieren, - weil du mit ihnen ja nicht sprichst, dich mit ihnen nicht in Kontakt fühlst, - dass mal der eine und auch mal der andere einen Ausflug macht oder auch zum Spaß zu einem anderen Menschen geht, wo er gerade gebraucht wird.
Schutzgeister, die nicht gebraucht werden, langweilen sich nämlich manchmal.
Na ja, und wenn so ein Schutzgeist gerade mal einen keinen Ausflug gemacht hat und in diesem Moment strauchelst du - und er ist nicht da, um dir, wie durch ein Wunder die Kraft zu geben, dich wieder zu fangen - was passiert? Du fällst und holst dir vielleicht ein leichtes Weh-tun oder auch einen größeren Schmerz, der dich noch lange plagt."

"Ja - ja - !", erwiderte Ennah, "jetzt verstehe ich es! - Da hatte ich damals ...!" und er erzählte viele Ereignisse, die ihm passiert waren, schöne und auch unangenehme, die er jetzt plötzlich ganz anderes verstehen konnte.

Und er freute sich, seine Schutzgeister um sich zu wissen!

"Nun - ", schlug der Schäfer vor, "du könntest deine Schutzgeister ja bitten, dir zu helfen - wegen der Angst, die dir die Spielplätze mit ihren Drachen und bösen Geistern machen!"

"Ich will es überlegen!" - sagte Ennah.

Nach einiger Zeit erhielt Ennah Besuch von einem gleichaltrigen Jungen - und dieser schwärmte ganz begeistert von dem Spielplatz an der großen alten Eiche. Ennah wurde es ganz eng ums Herz, als er nur daran dachte. - Schon war er auf dem Weg zu seinem Raum, um dort mit seinem Ball zu spielen. Da dachte er an den Schäfer, machte kehrt und ging zu ihm.

"Willst du mir helfen?", fragte er zögernd - und spürte dabei sein Herz ängstlich klopfen.

"Ja! - Ich will dir gerne helfen!", sagte der Schäfer und lächelt ihm freundlich zu.

"Und was soll ich machen?"

"Frage deine Schutzgeister", sagte der Schäfer, "ob sie mit dir sprechen wollen - und frage mit deinem Herzen!"

Und Ennah fragte mit seinem Herzen: "Wollt ihr, meine Schutzgeister, mit mir reden?" Plötzlich spürte er die Antwort in sich aufsteigen:
      Du bist geschützt!
"Ich bin geschützt!", wiederholt Ennah laut - und spürte die seinen Körper durchflutende Wärme.

"Frage sie", sagte der Schäfer, "ob sie dir helfen können, damit du vor den draußen liegenden Spielplätzen nicht immer wegrennen musst."

Und Ennah fragte mit seinem Herzen. Nach einer Weile spürte er die Antwort wieder in sich aufsteigen.
      Du bist wichtig - und du gehörst mit dazu!
"Ich bin wichtig - und ich gehöre mit dazu!", wiederholte Ennah und schaute gleichzeitig den Schäfer fragend an.

Der nickte und sagte: "Wiederhole die gleiche Frage - mit deinem Herzen - immer wieder!"

Und Ennah wiederholte die Frage - mit seinem Herzen. Nach einer Weile spürt er erneut eine Antwort aufsteigen:
      Du bist richtig - so wie du bist!
"Ich bin richtig - so wie ich bin!", wiederholte Ennah laut. 
Er spürte zwar das gute Gefühl, das die Antwort begleitete, doch seine Stirne war nun gerunzelt, seine Augen blickten ärgerlich und mit nur mühsam beherrschter Stimme fragte er ungeduldig den Schäfer: "Was soll das? - Ich habe wegen der Spielplätze gefragt - ich verstehe das nicht!"
 
Der Schäfer lächelte verständnisvoll und antwortete:

"Manches verstehen wir nicht - und doch ist es wichtig - und
manches verstehen wir nicht - und doch ist es richtig!
Hab' Vertrauen!

Nimm die Antwort und bedanke dich dafür, auch wenn du sie im Augenblick nicht verstehst! Und dann wiederhole deine Frage - mit deinem Herzen!"
 
Ennah zögerte und zweifelte, das war ihm anzusehen. Doch dann atmete er tief durch und richtete sich auf. Er hatte sich entschlossen, zu vertrauen! -
Er bedankte sich also für die Antwort und stellte erneut seine Frage - mit dem Herzen. Nach einer Weile spürte er wieder eine Antwort in sich aufsteigen:
      Du bist neugierig - geh spielen und ausprobieren!
"Ich bin neugierig - ich gehe spielen und ausprobieren!", wiederholte er wie von selbst.

"Schön!" sagte der Schäfer, "Ich komme mit!"

Ganz erstaunt schaute Ennah ihn an und wiederholte langsam:
"Ich bin neugierig - ich gehe spielen und ausprobieren!"
Allmählich begriff er. Über sein Gesicht breitete sich ein Lachen aus, seine Augen begannen zu funkeln und der ganze Junge begann zu zappeln. Mit aufforderndem Ton wiederholte er nun:  
"Also: Ich bin neugierig - und - jetzt gehe ich spielen und ausprobieren! - Kommst du mit?"

Sie rannten los! Hinaus zu dem Spielplatz an der großen alten Eiche. - Und als sie näher kamen, war es Ennah einen Moment lang so, als würden wieder Nebel aufziehen wollen, mit den daraus hervorstierenden Ungetümen.

Da dachtet er an seine Schutzgeister. - Er spürte sie. - Es war ihm, als würden sie ihn an der Hand nehmen, ihn führen, stützen, ja tragen. - Und er hörte sich sagen:

"Ich bin geschützt!
Ich bin wichtig und gehöre mit dazu!
Ich bin richtig!
Ich bin neugierig und gehe spielen und ausprobieren!"

Da rannte er auf den Spielplatz - mit seinem Sand, den Schaukeln und den Wippen, einem Kletterturm und all den anderen neuen Sachen, die er noch nicht kannte. Nun durfte er sie probieren, damit spielen - alleine - und wenn er Lust dazu hatte, auch mit anderen zusammen. - Welch eine Freude!

Nach und nach entdeckte Ennah immer mehr Spielplätze und immer wieder neue Spiele. Immer mehr Quellen von Freude und Lachen.

Gerne kehrte er nun auch immer wieder zurück in seinen Raum im Schloss. Der war bunt geworden und der Ball hatte viele neue Freunde bekommen: Klänge schwebten in der Luft und interessante Spielsachen, viele auch selbst gemacht, bewohnten die Regale.
Helles Lachen füllte nun den Raum - und auch wieder das Schloss.

Manchmal hält Ennah auch heute noch kurz ein und murmelt nachdenklich vor sich hin:

"Danke meine lieben Schutzgeister! 
Danke lieber wunderlicher Schäfer!"

Doch dann geht es auch schon wieder lachend weiter!

 

Redest du auch
mit deinen
Schutzgeistern ?

 

 

 

"Ich will ... !4

Klarheit nach Innen und
Verhandlungsbereitschaft in diese Richtung nach Außen

 

Wer zu sich selbst und damit nach Innen sagen kann "Ich will ... !", der hat eine wertvolle Leistung vollbracht: Er hat eine bestimmte, ihm wichtige Situation durchdacht - die Gegebenheiten, Möglichkeiten, Risiken, Vor- und Nachteile, das, was eben damit zusammenhängt überlegt - und ist dann für sich selbst zu einem Ergebnis gekommen, in welche Richtung er weitermachen möchte.
"Ich will ...!", wunderbar, Ausdruck innerer Klarheit. - Eine innere Entscheidung, die nun ein zielgerichtetes, eigenes Verhalten und Handeln nach Außen ermöglicht.


"Ich will ...!" nun so auch nach Außen - 
bezogen nur auf sich selbst?

z.B. "Ich will mit dem Rauchen aufhören!" - "Ich will ab sofort das Essen sorgfältiger zusammenstellen und langsamer zu mir nehmen!" - usw.
Gut so.
Hier handelt es sich um klare persönliche Vorsätze. Die Ausführung hat mit anderen nichts zu tun.


"Ich will ...!" nun so auch nach Außen, 
anderen gegenüber - in Wort und Tat?


Wohl kaum.
In den seltensten Fällen sind wir nur alleine und nur Ich-bezogen handelnde Personen, sondern meistens in Beziehung zum Partner, zu Kollegen, zu Nachbarn, zu Mitmenschen.
Beziehung besteht mindestens aus zweien und wird dann in der Regel auch von beiden gleichberechtigt gestaltet.

Sollte!

Versucht einer - bewusst oder unbewusst - sich vorzudrängen und den anderen zu dominieren, also ihm das Eigene aufzudrängen oder das Eigene einfach mit "Ich will ...!" vorzugeben, dann ist das nicht nur unfair, sondern auch gefährlich, weil es zu Auseinandersetzungen führen kann. - In einer Beziehung will ja jeder gleich-berechtigt sein. Jeder hat also gleich viel zu sagen, die Argumente und Wichtigkeiten haben gleiches Gewicht.

Die Art und Weise, wie und mit welchen Worten miteinander geredet wird, sind Ausdruck des eigenen Wollens und deshalb sehr wichtig.

Wird nun auch nach Außen und in Beziehung das "Ich will... !" verwendet, dann ergeben sich sehr unterschiedlich Wirkungen.
Ein paar Beispiele:

1. "Ich will künftig jeden Samstag bereits um 7 Uhr aufstehen und wandern gehen!"

Hier ist Streit vorprogrammiert, weil einer einseitig und ohne den anderen zu fragen eine Entscheidung trifft, die ja auch die Beziehung betrifft. Der andere wird nicht gefragt, ob er das auch möchte oder wie der Samstag gestaltet werden könnte, so dass es dann für beide in Ordnung ist.

Das verändert sich, wenn das "Ich will ... !" zur Grundlage des eigenen Handeln gemacht wird, z.B. mit: "Du, ich würde gerne den Samstag mit mehr Bewegung gestalten. Was würdest du davon halten, wenn wir künftig bereits um 7 Uhr aufstehen und dann wandern gehen?"
Jetzt kann ein klärendes Beziehungs-Gespräch entstehen.

 

2. "Ich will künftig mit dir nicht mehr streiten!"

Auch das ist eine gefährliche, weil einseitige Formulierung. Es gehören ja immer zwei zu einem Streit. Und was ist ein Streit eigentlich? Wann beginnt er? - Der andere wird nicht mit einbezogen, obwohl es sich um eine Sache "für zwei" handelt.

Besser ist es, entweder den eigenen Anteil, das eigene Beteiligt-sein klarer zu beschreiben (z.B. "Ich werde mich bemühen, in Gesprächen künftig möglichst ruhig zu bleiben, damit es nicht zum Streit kommt!") oder, weil es ja eine Zweier-Sache ist, den Partner zu beteiligen (z.B. "Wie könnten wir es anstellen, dass wir künftig weniger Streitereien haben? Ich würde vorschlagen, dass wir uns zusammen setzen und mal gemeinsam einsammeln, welche Ideen dir und mir dazu kommen. Und dann könnten wir vielleicht das eine oder andere probieren. Was meinst du dazu?").

 

3. "Ich will mich künftig bemühen, ruhig zu bleiben und damit meinen Beitrag zu leisten, ein Gespräch möglichst nicht in einen Streit und damit in ein Gegeneinander ausufern zu lassen!"

Hier ist das "Ich will" nicht bestimmend, sondern es beschreibt das eigene Bemühen und die Richtung des eigenen Mitwirkens an der gemeinsamen Beziehung. Es ist also kein einseitiges Diktat für beide, sondern für die gemeinsame Beziehung ein wohltuendes Angebot bzw. Etwas-Gutes-hinzufügen.

 

4. "Ich will nur noch diese Regeln anwenden!"

Hier gilt Gleiches, wie unter Nr. 1.

 

 

Beziehung ist ein Raum des Miteinanders, des miteinander Lebens, Feierns, Verhandelns und auch sich Einigens.

"Ich will ... !" so oder ähnlich ausgesprochen, ignoriert den Miteinander-Raum, denkt nur an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse und verschließt sich den genau so wichtigen Wünschen und Bedürfnissen des Gegenübers.

Sehr deutlich wird es, wenn wir an zwei verschiedene Staaten denken. Angelegenheiten, die beide Staaten betreffen und berühren, können nur in gemeinsamen Verhandlungen gelöst werden. Jeder vertritt dabei selbstverständlich die eigenen Interessen. Wenn alles gut geht, wird letztlich eine Einigung gefunden, mit der beide Staaten dann gut leben können. Und keiner wird in der Regel das eigene "Ich will ...!" unverändert durchsetzen können.

Miteinander in guter Beziehung sein zu wollen, verlangt also Verhandlungsbereitschaft und Kompromissbereitschaft - und immer auch ein wenig Diplomatie (freundlich, verbindlich, rücksichtsvoll, beweglich).

"Das Gesicht nicht verlieren!" - das ist wichtig für einen selbst - und auch das Gegenüber.

Gretchenfrage:
Wie könnten die Wünsche und Bedürfnisse, die in den genannten vier Beispielen stecken und auch andere eigene Wünsche und Bedürfnisse so ausgedrückt werden, dass damit der Miteinander-Raum geöffnet und Verhandlungen über den Inhalt nicht nur ermöglicht, sondern geradezu attraktiv und einladend gemacht werden?

 

 

 

Ich würde

das 'so ...' machen! - Besserwisser?

 

Du siehst, dass das Vorgehen eines anderen umständlich, vielleicht sogar verkehrt ist.

Ich schaue mir das eine Weile an und sage dann vielleicht:
"In dieser Art finde ich das nicht so gut! - Ich würde das 'so...' machen!" 

Was ist damit gemeint?

Ist das eine Zurechtweisung und gleichzeitig eine Empfehlung für den anderen, sich doch nunmehr zu besinnen und es so zu machen, wie du es empfiehlst?

Oder ist es Anteilnahme ‘Da ist dem anderen etwas passiert. Er hat es halt in diesem Augenblick nicht besser gekonnt - oder er war auch leichtsinnig und unbedacht und hat einen Fehler gemacht. - Und jetzt möchtest du ihn ermutigen und stützen, künftig für sich selbst bessere Wege zu finden. Und um zu zeigen, welche Möglichkeiten es doch alle gibt, bietest du deinen Weg an, wie du für dich meinst, es erfolgreicher gelöst zu haben.’

Was meinst du genau? Was ist dein Anliegen?

Eigentlich schon, dem anderen zu zeigen, wie er es besser machen kann!

Und das genau geht nicht, denn der andere hat andere Fähigkeiten, auch andere Stärken und Schwächen, auch andere Vorlieben und Abneigungen, als du. Er hat nicht deine Erfahrungen, auch nicht deine Lebensgeschichte, nicht deinen Kopf und auch nicht deine Übung. Wie soll er also mit genau dem, was du für dich für richtig hältst glücklich werden können?

Sehe ich schon ein, das geht nicht - aber er hat es verkehrt gemacht!

Genau - und jeder hat das Recht auch auf seine eigenen Fehler! Denn genau daraus kann er, wenn er das für sich möchte, dazu-lernen.

Wenn du nun diesen Fehler gemacht hättest, was würde dir helfen, aus diesem Loch, aus dieser Enttäuschung wieder herauszukommen und nun für dich mögliche und notwendige Lernschritte zu finden?

Ja, es sollte schon der freundliche Hinweis kommen, dass es einfachere und schnellere Wege gibt, das zu machen - oder auch dass das Ergebnis so fehlerhaft sein wird. - Vielleicht auch der Hinweis: "Wenn du möchtest, unterstütze ich dich gerne!"
Aber dann muss ich selbst darauf kommen dürfen, was genau und wo ich etwas verbessern möchte!

In Ordnung! - Kann dir da ich, wenn ich gerade dabei bin - oder können dir auch andere, die auch da sind, dabei irgendwie behilflich sein?

Ja, mich würde interessieren, wie sie das anpacken und lösen würden. Ich könnte sie also bitten, mir das zu erzählen!

Und dann?

Dann habe ich ganz viele Möglichkeiten. Daraus stelle ich dann meine bessere Art zusammen, wie ich das künftig anpacken möchte, damit das Ergebnis besser wird.

Prima! - Und wird das dann auch auf Anhieb mit dem neuen Verhalten hinhauen?

Da bin ich nicht so sicher!

Wenn du möchtest, kannst du ja prüfen, was besonders du in dem neuen Verhalten mehr hast, also z.B. mehr Geduld, mehr Ausdauer, die Fähigkeit auch zu schweigen oder dich kürzer zu fassen, die Fähigkeit, auch einen anderen zu Wort kommen zu lassen und ihm zuzuhören usw. - Und genau das kannst du in deinem Alltag - wo immer es möglich ist - auch mehr und mehr probieren und damit einüben.

Guter Gedanke! - Ich danke dir für dieses Gespräch. Ich möchte wirklich kein Besserwisser sein, aber ich habe das bisher gar nicht gemerkt, dass ich mich als solcher verhalten habe, weil ich es immer so gut gemeint habe. 
Vielleicht sind oftmals gerade diejenigen, die es besonders gut meinen eher gefährdet, in diese Rolle als Besserwisser und Rechthaben-woller zu rutschen. - Nun, ich werde bei mir künftig jedenfalls besser aufpassen!

 

 

Ich brenne ...
siehe auch:   Brennen   Newsletter Nr.54  
                    Thema der Woche ab 20.08.10  
(20.11.04)      Welch ein Reichtum tut sich auf, wenn wir beginnen unsere tief innen angelegten Talente und Fähigkeiten, das also, was uns auf diese Welt mitgegeben worden ist, nach und nach zu entdecken, zu entwickeln und das dann auch mit anderen zu teilen. - 'Nicht nur' im üblichen Sinn zu arbeiten, um Geld und Besitz zu haben, 'nicht nur' im üblichen Sinn Sport zu treiben oder Freizeit zu verbringen, 'sondern auch' aus sich heraus zu 'brennen' und damit andere, die Umgebung, die Mitmenschen, auch den Partner zu beschenken. - Das macht Freude, bringt immer wieder spürbare Momente des Glücks! - Das eigene Leben erfüllt sich!
 

Ich hatte einen Traum ...
siehe auch:   LABYRINTH/Ich hatte ...   Newsletter08   Träume 
 

"Ich will ...!"
siehe auch:   Thema der Woche ab 20.06.10  (23.10.04)   Klarheit nach Innen und Verhandlungsbereitschaft in dieser 
                    Richtung nach Außen. -  Das immer öfters zu können, würde das Leben bestimmt freundlicher und 
                    heller machen.

                    Einigen   Newsletter Nr.52   Streit    Verhandeln                   MOSAIK / Ich will 
 

Ich würde ...
siehe auch:   besser wissen   Thema der Woche ab 28.10.04

                   Thema der Woche ab 10.07.10  (28.10.04)    das 'so...' machen! - Besserwisser?   - Man sieht bei anderen, 
                   dass deren Handeln verbessert werden könnte. Und was kommt? - In aller Regel gut gemeinte Ratschläge. - 
                   Aber auch das sind 'Schläge'! - Wie geht es einfühlsamer?
 
 allgemein:
siehe auch:  Sorgen für (B-Fugr) 

                   MOSAIK / begegnen      MOSAIK / Glück (1)-Ich bin?      MOSAIK / Fesseln     MOSAIK / Ich 

                   MOSAIK / ich will (gut für mich sorgen) 

 

Texte unter "I" I-Fundgrube Ich ... Innere Stimme  

 

verstreute "I"-Texte In mir -> Zit.16 Infos / Links Intensität -> R-Fugr.
Interessieren -> Partnerschaft-4 (Du interessierst..)  
 

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