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Grenzen
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  •    Zitate 12:   Risiko und Freiheit

  •  Grenzen  (4)  -  Ich kann nicht anders! - .... 

  •  Grenzen  (5)  -  oder:  'Wie das ICH ... 

 

ES GIBT KEINE GRENZEN!

Außer denjenigen,

die ICH

IN MIR

FÜR MICH

einrichte!

 

Grenzen  4

Ich kann nicht anders! - Stimmt das wirklich?

( .. 'durch Mauern gehen')

 

Es ist ein erstaunliches Theaterstück, das ich mir da vor einiger Zeit angeschaut habe. Seitdem gehen mir Bilder und Szenen daraus nicht mehr aus dem Kopf:
 

Eine Frau lebt da in einem Raum. Er hat vier Wände - und eigentlich keine Türe.

Die Frau bewegt sich in eine Richtung, stößt an eine ihrer Wände und weicht - wohl aus Angst und Schmerz - aufschreiend zurück.

Da hört sie eine Stimme. Sie ist in ihrem Raum, aber auch außerhalb:

"Geh doch weiter, es ist möglich!

Diese Wand, die du siehst und spürst, existiert nur in deiner Vorstellung! -
In Wirklichkeit ist sie nicht da! - 
Doch - du kannst auch die Vorstellung der Wand behalten, dann kannst du durch sie hindurchgehen!

Du kannst es! - Du schaffst es! - Tu es!"

Die Frau weicht zurück, kauert sich in einer Ecke ihres Raumes zusammen und erwidert zaghaft:

"Das geht nicht! - Das kann ich nicht! - Das ist unmöglich! Die Mauer ist da, ich habe sie doch gespürt! - Ich habe mich ja auch an ihr verletzt! -
Ich spüre den Schmerz immer noch! - Es geht nicht!"

und dann fährt sie klagend fort:

"Wenn nur die anderen nicht so hässlich gegen mich wären!

Ich tue doch alles - und das ist nun der Dank!? - Sie könnten auch ein bisschen freundlicher und entgegenkommender zu mir sein!"

Nach einer Pause bedrückten Schweigens entringt sich ihr ein Aufschrei:

"Ich möchte raus! - Ich möchte so gerne, dass diese scheußliche Welt sich verändert! - Ich möchte so gerne ...... !"

und ihre Stimme verliert sich im Wimmern.

Nach einer Weile ist sie wieder zu hören:

"Eigentlich geht es mir ja gut!
Eigentlich muss ich ja dankbar sein, dass es nicht noch schlimmer ist! -
Ich muss eben mein Schicksal annehmen!" -

Und dann ist nur noch ein Murmeln und Seufzen zu hören.

 

Es ist zu sehen, dass der Schmerz der Frau, eingesperrt zu sein - und sich immer wieder an den eigenen Wänden zu stoßen, mehr und mehr zunimmt.

Bis dann schließlich ein Punkt erreicht ist, wo sie wütend aufheult und schreit:

"Jetzt reicht es mir!
Mit diesem ewigen Stillstand und den ewigen Wiederholungen und Klagen! -
Jetzt gehe ich wirklich - und wenn es mein Leben kostet!"

 

Sie stürzt auf eine ihrer Wände los - und - geht hindurch.

Ein Aufseufzen der Erleichterung füllt für kurze Zeit den Zuschauerraum.

So wiederholt sich das mehrmals.

Von Mal zu Mal wird der Raum dieser Frau größer, weiter und heller.

Auch die Frau selbst wird größer! - Stattlicher! - Aufrechter!

Am Schluss tanzt sie wirbelnd in der Mitte ihres letzten Raumes, der in seinen Ausmaßen nun riesig erscheint und dessen Wände nur noch schemenhaft zu ahnen sind.

Und sie lacht!

Dann hält sie in der Bewegung kurz an, richtete sich auf zu ganzer Größe und breitet die Arme aus, als wolle sie die Welt umarmen.

Da kommt wieder die Stimme:

"Geh doch weiter, es ist möglich!

Diese Wand, die du siehst und spürst, existiert nur in deiner Vorstellung! -
In Wirklichkeit ist sie nicht da! - 
Doch - du kannst auch die Vorstellung der Wand behalten, dann kannst du durch sie hindurchgehen!

Du kannst es! - Du schaffst es! - Tu es!"

Die Frau ist sichtlich erstaunt und wendet ein:

"Zu was? - Es ist doch wunderbar!?"

Und wieder kommt die Stimme:

" Tu es! - Jetzt! "

 

Und damit fällt der Vorhang.

Ergriffenes Schweigen senkt sich auf den Zuschauerraum.
Langsam und ohne zu drängeln schieben wir uns auf den Ausgang zu.

Dort erwarten uns ein schwarz gekleidetes junges Mädchen, die schwarzen Haare als Pagenkopf frisiert und ein ebenfalls schwarz gekleideter junger Mann, dessen schwarze Haare wie ein Hahnenkamm stilisiert sind. Freundlich lächelnd verteilen sie an jeden Besucher ein grünes Blatt.  

      Zitate 12:  Risiko und Freiheit

Zitate 12 - Risiko und Freiheit

- - - (nachdenklich)

Alles sehr bewegend. Seitdem lässt sie mich nicht mehr los - diese Sehnsucht, durch meine Vorstellungen hindurchzugehen, durch meine Wände, in meine größeren Räume, die ich momentan erst ahne.

Ich höre sie immer wieder, diese Stimme.

" Tu es! - Jetzt! "

Ist es jene Stimme? 
Sind es meine neuen Räume, die mich rufen und locken wollen?
Ist es meine Innere Stimme?

Immer wieder dieses:

" Tu es! - Jetzt! "

"Ja, ich komme! - Ich tue es! - Jetzt!"

 

 

Grenzen  5

oder: 'Wie das ICH wieder gefunden wurde'

 

Jana ist eine ganz normale Frau - nicht alt und nicht jung - nicht groß und auch nicht klein - und sie lebt ihr Leben und ihren Alltag - nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht. Eben so!

Beim Durchstreifen der Gegend findet sie ein allgemein zugängliches, verwildertes Grundstück. Neben Bäumen, Büschen und Gestrüpp gibt es dort auch ein paar Plätzchen mit Blumen.

Niemand kümmert sich um dieses Grundstück. Jeder kann dort aus- und eingehen - und nicht nur das, sogar Unrat wird immer wieder dort abgeladen. Jana denkt sich: "Es wird wohl niemandem schaden, wenn ich wenigstens die Blumen pflücke und sie verkaufe!" - Gesagt getan! - So erntet Jana immer wieder die wenigen Blumen, bindet sie zu Sträußen, verkauft sie auf dem Marktplatz und fristet so ihr Leben.

Doch im Laufe der Zeit wird Jana nachdenklich und auch neugierig, wem denn nun eigentlich dieses verwilderte und nicht eingezäunte Grundstück gehört, um das sich offensichtlich niemand kümmert. Ihr ist es in der Zwischenzeit vertraut geworden - und auch wichtig. Es sichert mit seinen wenigen Blumen ihren bescheidenen Lebensunterhalt. Manchmal verbringt sie auch längere Zeit dort, liegt träumend im Gras, lauscht den Grillen und den Vögeln und erfreut sich auch an den bunten Schmetterlingen, die immer wieder vorbeitanzen. - So beginnt sie sich also zu erkundigen.

Es ist schwierig! - Denn der eine vermutet das, der andere jenes, der dritte noch ganz anderes. Bis sie sich schließlich aufrafft und der Sache nun selbst auf den Grund geht. Sie findet das Grundbuchamt, schlägt dort in den verstaubten Seiten nach und - oh Überraschung - begegnet ihrem eigenen Namen. Da steht es schwarz auf weiß: Sie selbst ist die Eigentümerin dieses Grundstückes.

Kaum zu glauben! Schön und erschreckend zugleich! - Bisher hat sie einfach genommen, was sich ihr so anbot. Manchmal auch verstohlen und mit schlechtem Gewissen. Jetzt gehört ihr plötzlich alles!

Sie darf nicht nur die wenigen Blumen schneiden, die sich bisher in dieser Wildnis behauptet haben, sondern nun ist sie auch dafür zuständig, was aus dem Ganzen wird. Bleibt es weiterhin so wie bisher? Ein zwar malerisches, aber vernachlässigtes Fleckchen Erde, in das jeder nach Belieben hineintrampeln kann und das allen, die es brauchen können, zur Verfügung steht? Oder? - - - -

Nichts oder! - Denn wie selbstverständlich beginnt Jana ihr Leben neu zu ordnen und sich nun auch Zeit zu nehmen für ihren Garten. - Später erzählt sie, sie sei von innen heraus geführt worden!

Ja, also der Garten: Sie beginnt Bäume und Sträucher zu lichten und Unkraut zu roden, weitere Blumen und Blütensträucher zu pflanzen, Wege und einen Sitz- und Sonnenplatz anzulegen und vor allem auch einen Zaun zu errichten. Zwar niedrig, aber gleichermaßen wichtig. Wie sollten sonst auch andere erkennen können, dass das nun ihr Garten ist, in den man nicht mehr einfach so eindringen oder gar Mist abladen darf?

"Heute", erzählt Jana, "bin ich nicht mehr nur Blumenabschneiderin wie früher, jetzt bin ich die Gärtnerin und Herrin in meinem Garten. Ich entscheide also für mich, niemand sonst! Und ich sorge auch dafür, dass es immer mehr so wird, wie ich mir das wünsche! - Es ist ein Pracht - und eine Vielfalt - und ein Glück!

Auch heute schneide ich natürlich noch Blumen für den Marktplatz. Nicht mehr nur diejenigen, die vorher schon da waren und auch weiterhin schön und wichtig sind, sondern auch von den vielen neuen Arten und Farben! - Welch ungemeiner Zugewinn an Fülle und Möglichkeiten hat sich mir da doch aufgetan!"

Und während sie das sagt, lacht sie über das ganze Gesicht. Ein bisschen wehmütig fährt sie fort:
"Ich habe lange gebraucht, bis ich gemerkt habe, welchen Reichtum ich da bisher brach liegen ließ! - Ich bin dabei aufzuwachen! - Jetzt sorge ich ganz bewusst dafür, dass mein Leben immer heller und fröhlicher wird, alleine und mit anderen zusammen!
Übrigens: Immer wieder lade ich mir Menschen, die ich mag, in meinen Garten ein! Ich würde mich freuen, wenn auch du mich demnächst besuchen kommst, um meine Pracht und meine Vielfalt zu bestaunen und zu genießen!"

 

(5)Thema der Woche ab 20.01.12 (19.11.05)    Was steckt alles in mir (Anlagen, Talente, Fähigkeiten, Neigungen - kleine und große)? Was möchte aus mir heraus zum Leben erweckt werden und durch mich an der Welt teilnehmen dürfen? Wofür bin ich - ganz alleine - zuständig und verantwortlich? - Eine Geschichte, die voller Überraschungen steckt.

Newsletter Nr. 141 vom 24.09.12 (01)  Welches Gefühl entsteht bei dem Gedanken an “Grenzen”? - Was wäre wohl, wenn es keine Grenzen mehr gäbe? - Dann würde es uns wohl, zumindest so, wie heute, nicht mehr geben, denn wir würden nicht mehr leben. Denn eine der wichtigsten Grenzen ist die Haut. Sie grenzt körperlich die Innenwelt von der Außenwelt ab. - Schwieriger wird es dann bei den geistig-seelischen Grenzen, die nur ich selbst für mich festlegen und spüren kann, die ich selbst zeigen, vertreten und schützen muss, sonst werde ich zur formlosen und beliebig manipulierbaren Masse (z.B. durch gesellschaftliche Vorgaben, Arbeitsanforderungen, Konsumdruck, Werbung usw.), sonst werde ich ent-menschlicht. - Dann sind es die Grenzen, die ich mir selbst setze. Tun sie mir wirklich gut? Oder setze ich mich damit selbst ins Gefängnis?
Ein besonderes Kapitel sind Grenzen im Zusammenleben mit Kindern (und das waren wir alle mal - welche Erinnerungen gibt es da?). Kinder müssen mühsam den “eigenen” Raum in dieser Welt und damit die “eigenen” Grenzen ertasten und teilweise auch erstreiten, die Wichtigkeit und Unantastbarkeit eines höchst-persönlichen Raumes erst kennen lernen, indem sie an klare Grenzen anderer stoßen und sich daran reiben. So die eigenen Grenzen - und damit Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung - achtsam und Stück für Stück handhaben und erweitern lernen. Und das eben nicht auf Kosten oder zu Lasten anderer, das ist das Kunststück.- Grenzen verlangen Achtsamkeit und Respekt - mir selbst und anderen gegenüber.
          
***Grenzen sind Orte der Begegnung!***

siehe auch:   Anfang     Freiheit      Zum Schluss 

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Gegeneinander Gegenwart geht schon gemeinsam Geschichten
Gewaltfreie Kommunikation Gewinn Gewohnheiten Glauben
gleichzeitig Glück Gott Grenzen Grund-Bedürfn.
gut und schlecht      

 

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