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Freude
Inhalt /
Hinweise:
  •     Freude  (1)    -    HINWEIS:  F-Fundgrube  

  •     Freude  (3)  -  mehren!  HINWEIS:  E-Fundgrube

  •     Freude im Kopf   -   und Verspannungen im Körper ...

  • Freude  (2)  -  Was ich nicht für mich mache,
                                mache ich gegen mich!

 

 

Freude  2

Was ich nicht für mich mache, mache ich gegen mich!

 

Wir saßen wieder in einer Runde zusammen und dann erzählte Janina: "Auf dem Weg hierher bin ich an einem Zeitungsstand vorbei gekommen. Dabei ist mir eine fett gedruckte Schlagzeile

  ‘Was du nicht für dich machst, das machst du gegen dich!’  

ins Auge gesprungen. - Da kann ich doch nur der Kopf schütteln! Das bedeutet doch, dem Egoismus und damit der Unmenschlichkeit Tür und Tore zu öffnen! - Was sagt ihr da dazu?"

Karl nickte und ergänzte: "Das sagt ungefähr das gleiche, wie der Ausspruch, den ich kenne: ‘Was du nicht zu deiner Freude machst, das machst du zu deinem Schaden - und damit zu deinem eigenen Nachteil!’ "

Susanne: "Irgendwie stimmt das schon. Wenn ich etwas tue, dann mache ich das, damit es mir besser geht! Ich gehe in die Arbeit und verdiene Geld, damit ich Essen, Wohnen, Kleidung und noch einigen Schnick-Schnack bezahlen kann. Ich gehe ins Kino, weil es Unterhaltung und Freude ist. Ich besuche meine alte Nachbarin und schenke ihr eine Stunde meiner Zeit, weil - und daran wird das, worauf diese Sätze wohl hinweisen wollen, besonders deutlich - es mir Freude macht, ihr eine Freude zu machen. 
Ja - und immer wieder bemerke ich, dass ich auch Sachen mache, die mir überhaupt nicht gut tun (weil andere sie machen - oder weil man sie von mir erwartet - oder weil ich das selbst von mir erwarte - oder weil ich es einfach im Moment nicht besser weiß - usw.). Da spüre ich dann schnell den in mir entstehenden Druck, den Widerstand dagegen und den Ärger darüber. Und wenn ich mich innerlich ungut fühle, dann strahle ich das natürlich auch aus und werde damit für meine Umgebung, auch wenn ich es verstecken und herunterspielen will, unweigerlich zur Ansteckungsquelle für miese Stimmung."

Gerhard: "Was verändert sich, wenn du das, was du tust, bewusst und zu deiner Freude machst - und dich bemühst, dein Leben - und damit deinen Alltag - immer mehr mit solchen Inhalten zu füllen? 
Du arbeitest also z.B. um Geld zu bekommen und dir damit das leisten zu können, was dir wichtig ist. Du könntest dir zwar eine abwechslungsreichere oder auch besser bezahlte Arbeit vorstellen, doch im Moment bieten sich keine interessanteren Alternativen. - Weil du es willst (um an das Geld zu kommen), hast du die Arbeitsvereinbarung abgeschlossen. Du arbeitest also zu deiner Freude. Und damit ist diese Arbeit auch Freude für dich, egal, welche Inhalte sie im einzelnen hat. - Mit dieser inneren Einstellung zu deinem Tun, schwingen in dir Freude, Fröhlichkeit und Lachen, die durch dein Tun weiter genährt werden. Sie füllen dich aus! Und was passiert?"

Susanne: "Jetzt fühle ich mich wohl, ja vielleicht auch immer wieder mal glücklich - und strahle das auch aus. Das wirkt auch ansteckend auf meine Umgebung. - Ich werde also für mich und andere zur Quelle von Freude, obwohl sich inhaltlich noch gar nichts verändert hat. Was passiert dann erst, wenn ich mit dieser Grundeinstellung auch noch an die Inhalte rangehe bzw. an deren Verbesserung mitwirke?"

Gerhard: "Genau das ist es - denke ich - was mit diesem Satz bewusst gemacht werden soll! - ‘Kümmere dich um deine eigene Freude und dann schaue, was du mit anderen teilen und wieviel davon du verschenken möchtest!’ Denn Freude ist eine so gewaltige Quelle, dass sie das Teilen und Verschenken braucht, sonst wird sie in ihrem Entfaltungsdrang beschränkt und damit weniger."

Janina: "Der Satz will mich also erinnern, bewusster zu denken und zu handeln und immer wieder zu überprüfen:
Mache ich das, was ich gerade tue, zu meiner Freude, also weil ich es für mich so will? - Wenn nein, dann ist es höchste Zeit, selbst zu entscheiden, es nicht oder nicht mehr so (sondern anders) zu machen, mein Verhalten also zu meinen Gunsten zu verbessern:

Geht das, was ich da gerade mache, 
auch einfacher, zeitsparender, 
mit weniger Aufwand / Streit / Kummer / Leerlauf usw.? - 

Wenn ja, das dann auch probieren. Weil, gesparte Lebensenergie ist Schwung, Auftrieb und Zuversicht pur. Diese Energie steht zur Verfügung. Sie pulsiert und kann sofort zu mehr eigener Freude eingesetzt werden.

Soweit habe ich das schon verstanden. - Aber wie ist das nun mit den Hinweisen und Forderungen, die man immer wieder hört, wie: ‘Du musst auch für andere was tun, du musst auch anderen helfen, du musst auch an andere denken?’ - Wie passt das mit der Freude zusammen?"


Gerhard: "Überhaupt nicht! Weil wer sagt: ‘Du musst ..!’, der versucht dir Sand in die Augen zu streuen, damit du das machst, was er durchsetzen will. - Nein - du musst überhaupt nichts! Weder das, was andere dir vorsagen, noch das, was du innerlich meinst, zu müssen. Sondern du bist erst mal aufgerufen, dein Anliegen zu spüren, zu beachten und zu entscheiden, was du für dich jetzt gerade willst.

 
Zwei klare Entscheidungsschritte sind notwendig. 

      Der erste Schritt:
a) In dir mit all deinem 'das könnte ich' und 'das würde ich auch ganz gerne' und 'das wäre mir wichtig' usw. innerlich zu klären, was dir jetzt am wichtigsten ist (Prioritäten setzen) und 
b) dich dann genau dafür zu entscheiden. 
Damit verzichtest du zwangsläufig, zumindest für diesen Augenblick, auf die anderen Möglichkeiten, mit denen du dich auch beschäftigt hast. So erschaffst du INNERE KLARHEIT in dir. 'Ich will jetzt für mich ..... !' Und zwar eindeutig!" 

Karl: "Andere dürfen also meinen, dass ‘ich muss’ (das, was ‘sie sich’ für mich ausgedacht haben). Auch meine inneren Strebungen, die ich mir irgendwann antrainiert habe (z.B. ich muss ordentlich sein - erst die Arbeit, dann das Vergnügen usw. - usw.) dürfen da sein. Entscheidend ist, dass ich bereit bin, ‘immer wieder neu und damit aktuell’ zu überlegen, was ich jetzt für mich will und was mir dann auch Freude macht. Weil, wenn ich etwas will, was mir keine Freude macht (häufig ist das der Fall, wenn ich funktioniere, wie das gerade von mir erwartet wird), dann verstärke ich mein Mich-schlechter-fühlen und trage so zu meinem Krank-werden bei. Einmal oder auch einige Male wäre das nicht so schlimm. Doch dieses Verhalten zeigt sich - wenn es einmal da ist - meist durchgängig in allen Lebenssituationen. Unerbittlich kommt so ein Tropfen zum anderen - und jeder Tropfen zählt! Der Körper vergisst keinen!"

Gerhard: "Du hast das treffend zusammengefasst. Der Volksmund sagt dazu kurz und knapp: ‘Steter Tropfen höhlt den Stein!’ 
Ein achtsames Umgehen mit den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen ist also ungemein wichtig und es beginnt damit, sie ‘bewusst’ zu machen. Dann können sie mit-einbezogen werden. Und genau darum geht es!

      Der zweite Schritt:
Wenn du also innerlich weißt, was du für dich willst, dann wäre der nächste Schritt, eine gute Verbindung zur äußeren Realität zu suchen.
Das passiert mit dem zweiten Entscheidungsschritt, der dann auch ÄUSSERE KLARHEIT zur Folge hat. Das eigene innere 'Ich will!' ist klar. Nun gilt es nachzufragen und zu überprüfen, was will der Partner, was brauchen die anderen, wie ist die gegebene Situation, für welche Lösungen ist sie besonders günstig, für welche eher ungünstig. Nun das eigene 'Ich will!' mit den anderen 'Und ich will! (Partner, andere, Situation)' in Beziehung setzen und in Einklang bringen und zwar so, dass die gefundene Lösung von allen gut geheißen werden kann, alle Beteiligten also Gewinnern sind. Das bedeutet dann nicht nur Einigung, sondern ist auch Quelle eigener und allgemein zusätzlicher Freude. 
'Ich mache das nun, weil ich es für mich genau so will! - Und für die anderen Beteiligten passt es auch!'

Es muss so viel Freude macht, wie im Moment eben erreichbar ist, dann stimmt es .

Ein provozierender Helfer ist sicherlich immer wieder dieser Satz:

 

‘Was ich nicht für mich mache, das mache ich gegen mich!’ 


Er rüttelt auf und verlangt wache Aufmerksamkeit für das Eigene:

- Was mache ich da gerade?
- Wie mache ich es?
- Wie tut mir das?
- Ist das so für mich überhaupt sinnvoll und notwendig?
- Geht es auch besser / einfacher / mit mehr Freude für mich?
- Bin ich bereit, mich genau dafür einzusetzen?
- Wann fange ich damit an?

Das ist ungewohnt und vielfach auch unbequem. Aber so macht es das eigene Leben und damit den Alltag - ja jeden Augenblick - reicher und intensiver!

Keine Frage, weil: 

  

 Mehr Freude zu spüren und zu verbreiten, lohnt sich immer!"

 

.

        

 

 

"Was ist es, 
das mich meine Lebendigkeit spüren lässt? Was lässt mein Herz singen? 
Was brauche ich?"    
              
von Isabell Peters

 

Thema der Woche ab 11.08.08  (26.04.03)  Was ich nicht für mich mache, mache ich gegen mich! - Hier begegnet uns der 'Egoist' - und wahrscheinlich auch das weit verbreitete Gefühl, dass ein Egoist eher etwas Schlechtes ist. Doch diese Sicht entsteht aus der Einseitigkeit - und es lohnt sich, den Ego-isten genauer zu hinterfragen. - "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!", steht in der Bibel. Also: "Beginne in der Sorge für Freude und Wohlbefinden bei dir selbst - und beziehe dann auch den Nächsten in gleicher Weise mit ein!", so übersetze ich das. - Übrigens entsteht in LABYRINTH gerade ein weiteres Büchlein mit dem Titel 'Freude'. Als erstes begegnet uns auch da der 'Egoist'.

siehe auch:     Aufgabe      Erste Seite (Home) / der Weg       Newsletter Nr.29    

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