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Freiheit
Inhalt /
Hinweise:
  •    Freiheit (1)  -  ist auch .. HINWEIS:  S-Fundgrube

  •    Freiheit (3)  -  Zit.12, Risiko .. HINWEIS:  Grenzen 4

  •    Freiheiten  -  Virginia Satir, Mein Weg  HINWEIS:  Zitate 7

  • Freiheit  (2)  -  Wie geht Freiheit ?

 

 

Freiheit  2

Wie geht Freiheit ?

 

"Freiheit? - Was bedeutet eigentlich für dich Freiheit?", fragte mich Bernhard in einer Runde. "Hat das z.B. in einer Partnerschaft auch etwas mit Sexualität und Treue zu tun? Freiheit zu selbstbestimmter Untreue, habe ich unlängst in einer Zeitschrift als Überschrift gelesen. - Wie ist das für dich?"

"Ja, wie ist das für mich?", begann ich zu antworten. "Freiheit ist für mich das Bewußt-sein, dass ich in jedem Augenblick für mich selbst zuständig bin. Für das, was ich denke, überlege, plane und auch wofür ich mich dann entscheide oder nicht entscheide. Auch für das, was ich tue. Selbstverständlich dann auch für die Folgen und Wirkungen, die mich aus meinem Verhalten gleich oder auch erst in weiterer Zukunft treffen. Freiheit ist also totale Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung.

Ich bin der Überzeugung, dass jeder Mensch sie hat - als Fähigkeit und höchstes Gut. In welchem Umfang und in welcher Art er sie dann tatsächlich nützt und lebt, ist eine ganz andere Sache.

Freiheit ist wohl in erster Linie abhängig vom Umfang des eigenen Bewußt-seins.

Wir sind umgeben von anderen Menschen und Lebewesen und gleichzeitig auch von Regeln, Geboten und Verboten, Verträgen, Abmachungen usw. Da gehört auch das Ehe- oder Partnerschaftsversprechen dazu.

Da bin also ich als einzelner Mensch. Und ich bin frei - absolut und unantastbar. Aber - ich bin nicht alleine auf der Welt, das wäre ja auch schrecklich und langweilig. Da gibt es auch die anderen Menschen und Lebewesen um mich herum, die ebenso frei und unabhängig sind, wie ich, mit denen ich nun in Kontakt und in Beziehung treten und auch hin und wieder sein will.

Um das In-Beziehung-sein, das Miteinander-leben und Miteinander-auskommen zu erleichtern, wurden und werden Regeln, Vereinbarungen und Gebote und Verbote erfunden, allgemeine, partnerschaftliche und auch religiöse.

Das Öl in einem Motor vermindert die Reibung zwischen Kolben und Zylinder. Damit wird die erwünschte Bewegung möglich. Ähnlich sehe ich Regeln und Vorschriften.
Ich bin daran niemals sklavisch (unabwendbar) gebunden. Ich werde mich jedoch - je nach Einzelfall - dafür entscheiden, die eine oder andere Regel anzuwenden, wenn das nützlich ist.

Mein Verhalten im Einzelfall sollte immer menschlich - und damit für mich stimmig - sein, wenn ich meine Bedürfnisse und Ziele beachte und gleichzeitig auch die äußeren Gegebenheiten, die dazu vorhandenen gemeinsamen Absprachen (Regeln, Vereinbarungen usw.) und auch die Bedürfnisse meines Gegenübers und der anderen.

Mit welchem Verhalten ich teilnehme, bestimme und verantworte letztlich immer nur ICH. Kein Gesetz, kein Befehl, kein Vertrag und kein Versprechen. Und zwar in jedem Augenblick aktuell und neu.

Freiheit hat für mich also nichts mit Zügellosigkeit oder Gesetzlosigkeit zu tun, sondern sie ist der Boden bewusster Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung.

 

Der Kreis der Freiheit

 

Und um abschließend noch auf den Punkt eheliche Treue oder Untreue einzugehen: Natürlich gibt es gegenseitige Versprechen. Sie gelten so lange, so lange sie von beiden eingehalten, also in Wort und Tat immer wieder von neuem bestätigt werden (z.B. 'Auch heute halte ich mich an unsere Absprache, obwohl sich für mich gerade interessante neue Möglichkeiten anbieten würden. Ich halte mich an die Absprache, weil ich es will, jetzt und in diesem Augenblick. Weil die Beziehung, die Inhalte usw. so lebendig und überzeugend sind, dass ich sie nicht durch ein absprache-widriges Verhalten gefährden will. Weder vor meinem eigenen Gewissen, noch vor dir.').

Der entscheidende Punkt ist also, dass ich mich an ein einmal gegebenes Versprechen dann halte, wenn ich das für mich will und nicht, weil ich das muss. Niemand kann mich zwingen, außer ich mich selbst!

Das Versprechen in einer Partnerschaft ist also nur ein Teil des Ganzen. Der andere Teil ist die eigene und aktuelle Bereitschaft, mich jetzt an dieses Versprechen zu halten.

Wer also Treue will, kann sie nicht verlangen oder erwarten, sondern muss, wenn er erfolgreich sein will, fragen: 'Was kann ich dazu beitragen, um die Bereitschaft, sich an dieses Versprechen zu halten, lebendig zu erhalten?' Und jetzt landen wir bei all dem, was eine Beziehung warm und lebendig macht und mit Freude füllt. 
Doch das ist wieder ein anderes Thema."
 

Freiheit - fordert eine klare Entscheidung 
'ja', 'nein' oder 'wie anders'
und entsprechendes eigenes Tun!

 

siehe auch:   Newsletter Nr.18 + 73 

 

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