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Erwarten ...
Inhalt /
Hinweise:

 

Erwarten  1

nein danke!
 

Markante Textstellen:
Erwarten
Ich-Erwartungen
Du-Erwartungen
Motive
Gewinn-Orientierung
Missachtung und
   
Respektlosigkeit

Erscheinungsformen
Hintergrund und Geschichte
Wirkungen
Alternativen
Herausforderungen

 

Rosanna hatte mich zum Essen eingeladen - und vorzüglich gekocht. Der Braten war knusprig, verschiedene Salate lockten und die Erdbeeren, unsere Nachspeise, verströmten einen aromatischen Duft. Wir saßen zusammen und ließen es uns schmecken. 
Während wir aßen, erzählte Rosanna entrüstet: "Mayers waren beim Einkaufen, ohne mich vorher zu fragen, ob ich auch was brauche. Dabei habe ich ihnen schon so oft was mitgenommen. Da kann ich doch erwarten, dass sie mir auch was mitbringen! - Gertrude habe ich auch schon dreimal angerufen und auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, dass ich jetzt Zuhause bin. Ich erwarte dann einfach, dass sie bei nächster Gelegenheit zurückruft. - Und was habe ich nicht alles für die Kinder getan. Letzte Woche haben sie mir nicht einmal zum Geburtstag gratuliert. Da bin ich schon schwer enttäuscht. Schließlich kann ich doch erwarten, dass sie auch ein bisschen an ihre Mutter denken! - Oder, was sagst du dazu?"

Mir waren diese Erwartungs- und Klagelieder herzlich zuwider. Doch ich wollte dazu jetzt nichts sagen, um die gute Grundstimmung nicht zu gefährden. Nach einer Bedenkminute hob ich den Kopf, strahlte sie an und sagte zu ihr: "Ich kann darüber leider im Moment nicht nachdenken, weil ich dein köstliches Essen genießen muss!"

Damit war sie dann auch zufrieden.

Nach dem Essen sprachen wir über eine Fahrt, die wir nachmittags machen wollten.

Ich verwende zwar auch immer wieder das Auto, doch ich fahre nicht besonders gerne. Also appellierte ich an Rosanna: "Für mich wäre es eine Zugabe zu deinem ausgezeichneten Essen, wenn du diese Fahrt übernehmen würdest und ich bei dir mitfahren könnte. Du weißt ja, dass ich mich nicht unbedingt ums Autofahren reiße. Im Notfall könnten wir uns vielleicht auch Hin- und Rückfahrt teilen."

Mit leicht erhobener Stimme ging daraufhin Rosanna auf mich los: "Dass du dich beteiligst, wird auch gut sein! Schließlich habe ich das Essen gekocht, dann kann ich von dir auch erwarten, dass du nun die Autofahrt übernimmst!"

Schlagartig war mein Ärger von vorher wieder da - und neuer dazu: "Nein Rosanna, so bitte mit mir nicht! - Du hast mich eingeladen, mir also ein Geschenk angeboten. Ich habe es gerne angenommen und mich sehr darüber gefreut. - Erwarten kannst du von Gott und der Welt was du willst, doch bekommen wirst du von mir in dieser Art nichts außer Wut und Ärger, die damit gesät werden!"

Entrüstet und mit zornfunkelnden Augen schaute sie mich an. Ich sah direkt, wie sie innerlich die Arme in die Hüften stemmte und die Backen aufblies, um mir wegen meines ungehörigen Verhaltens die Meinung zu sagen. - Doch ich kam ihr zuvor. - Schon wieder etwas ruhiger, fragte ich: "Darf ich dir bitte meinen Standpunkt erklären?"

Mit gepresster und kaum verständlicher Stimme antwortete sie: "Bitteschön, wenn du das kannst!"
 

Erwarten ?
Wie erkläre ich, was das für mich bedeutet? - Wie mache ich verständlich, was das im Einzelnen in mir auslöst? - Ich versuche es jetzt mal der Reihe nach:

Erwartungen können Ich-Erwartungen und Du-Erwartungen sein.

Ich-Erwartungen
sind Hoffnungen, Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte, die ich für mich habe und wofür ich dann auch selbst eintrete und das Notwendige mache. Ich möchte also z.B. am Wochenende mit dir zusammen ins Kino gehen. Ich möchte! - Nun tue ich auch das mir Mögliche dazu. Ich erzähle dir davon, dass das Kino toll sein soll, dass ich gerne mit dir zusammen gehen und mir das viel Freude machen würde und dann lade ich dich dazu ein - oder ich bitte dich um dein Mitkommen. - Ich-Erwartungen sind keine echten Erwartungen. Doch auch sie werden immer wieder so genannt und können dann zu Missverständnissen beitragen, wenn die Unterschiede nicht klar sind.

Die Erwartungen, von denen ich im Weiteren sprechen will, sind die von außen kommenden (oder analog: von mir nach außen gerichteten oder innerlich versteckten) 
Du-Erwartungen
.
 

Erwarten


Ein anderer erwartet da von mir ein Verhalten und Handeln, wie er es sich vorstellt. Er will mich also bevormunden und fremd bestimmen. Ohne Rücksicht auf meine Bedürfnisse unternimmt er damit den Versuch, meinen freien Willen und damit meine eigenständigen und selbst-verantwortlichen Entscheidungen zu beschneiden.
 

Die Motive für solche Erwartungen sind meist Fürsorge und Eigennutz.

Fürsorge behauptet (in diesem Zusammenhang!) vor sich selbst und anderen: "Ich meine es dir ja soo gut! - Ich weiß besser, wie es für dich richtig und was für dich gut ist! - Ich muss dir helfen, alleine schaffst du das nicht! - So, wie du das machst, ist es falsch, zumindest nicht gut genug!" - Fürsorge spricht dem anderen die Fähigkeit und das Recht zum individuell  Eigenen ab.

Eigennutz sagt: "Das ist mir jetzt wichtig! Mache du es so, wie ich es für mich will! - Wie es dir dann damit geht, welche Wünsche und Bedürfnisse du hast oder was dir in diesem Zusammenhang gut tut, interessiert mich herzlich wenig! Da frage ich erst gar nicht danach - oder ich beachte es einfach nicht."
 

Gewinn-Orientierung

Wer vom anderen etwas erwartet, will seinen Kopf durchsetzen und damit den eigenen Vorteil erreichen. Immer zu Lasten (auf Kosten) des anderen. Er will also der Gute, Soziale und Liebevolle, derjenige, der für das Notwendige und Richtige sorgt, aber auch der Stärkere und der Gewinner sein. An die tatsächlichen Bedürfnisse des anderen wird kaum gedacht, auch dann nicht, wenn es vordergründig darum geht, ihm (oft ungebeten und ohne seine ausdrückliche Einwilligung) scheinbar Gutes zu tun.
 

Missachtung und Respektlosigkeit

Wer von mir - was auch immer - erwartet, achtet mich nicht als gleich-wertigen und gleich-wichtigen Menschen. Bringt er doch damit zum Ausdruck: "Ich bin besser und wichtiger als du!". Er bittet nicht, er will mir auch nicht die Freiheit der eigenen Entscheidung lassen, sondern er fordert mit Worten und anderen Formen von Zwang und Gewalt: "So - und nicht anders!"
Die Begegnung ist dann niemals partnerschaftlich und auf der gleichen Ebene, sondern einer spielt sich als der Große auf - und will, dass der andere nun der Kleine ist.

An ein Geschenk, auch an die Zuwendung und Liebe der Eltern ihren Kindern gegenüber, Erwartungen von Gegenleistungen zu knüpfen (z.B. Wohlverhalten, Gehorsam, Beachtung gegebener Ratschläge usw.), ist für mich versuchte Erpressung. - Auf solche Geschenke verzichte ich!
 

Erscheinungsformen von Du-Erwartungen
        
(‘nach Außen gerichtet’ und ‘im Inneren versteckt')

Nach Außen gerichtete Erwartungen sind äußerlich wahrnehmbar als (angebliche) Freundlichkeiten, die es besser wissen, kaum noch eine andere eigene Entscheidung zulassen und schier erdrücken - oder unverblümte Forderungen,  die mit Druck, Drohungen und Gewalt nötigen.
Schrecklich klingen mir Sätze wie: "Das kann man doch erwarten!" und "Wieso soll ich denn da bitte sagen? - Wie komme ich denn dazu? - Wer bin ich denn?" 
Ihnen fehlt vor allem die Einsicht zu den Hintergründen von Erwartungen, die Verbindlichkeit (freundliches Mit-dem-anderen-Kontakt-’pflegen’) und das "Danke!".

Im Inneren versteckte Erwartungen sind mit allen ihren Facetten zwar da, werden aber nicht direkt ausgesprochen. -  Trotzdem bestimmen sie ganz entscheidend das Verhalten und das Handeln und damit die Ausstrahlung und das Klima, z.B. mit einem gezwungenen Lächeln, zusammengebissenen Zähnen, einem nichtssagenden und verschleiernden Pokerface oder auch beleidigtem oder schmollendem Schweigen.
 

Hintergrund und Geschichte

Den anderen mit Erwartungen einzudecken ist eine Form des Verhaltens. Dieses Verhalten ist in der Regel un-bewusst und ohne böse Absicht. Im Gegenteil - meist wird es von der Überzeugung begleitet, genau so sei es notwendig und einzig richtig.

Die Grundlagen dazu werden in der Kindheit gelegt.

Es beginnt mit dem hilflosen Säugling, der um Nahrung und Zuwendung zu bekommen einerseits in seiner Art ‘bitte’ sagt (Lächeln, Lallen, Ärmchen ausstrecken), andererseits aber auch schon kräftig erwartet und fordert (Schreien). Das ist, zumindest in der ersten Zeit, eine durchaus notwendige und wirkungsvolle Erfolgsstrategie.

Dann beginnen Eltern, Familie, Lehrer, die Umwelt und die Gesellschaft ihrerseits zunehmend mit Erwartungen zu antworten (z.B. mit "Du musst ... ! - Du hast zu ... ! - So ist das richtig! - Wenn du das nicht genau so machst, dann hat dich Mami nicht mehr lieb! - Du musst lernen, sonst wird aus dir nichts! - usw.). - Leider! - Denn so werden Erwartungen - ohne es zu wollen und überhaupt zu merken - zum festen Bestandteil des Miteinander-umgehens.

So verfestigt sich eine in den Kinderschuhen stecken gebliebene, für gleich-wertig und respektvoll zusammenlebende Menschen untaugliche  Strategie. Die Weiter-entwicklung zu Eigen-Verantwortung, guter Gemeinschaft und Respekt erleidet empfindlichen Schaden.

Das eigene Verhalten ist also in wesentlichen Teilen eine Fortsetzung dessen, was in der Kindheit erlebt und verinnerlicht wurde. Es bleibt so lange, bis es durch Dazu-lernen und Einüben von neuen Möglichkeiten bewusst verändert und damit erweitert wird. Nicht Bisheriges ist dabei falsch, sondern Neues ist vielleicht spürbar besser und macht das Leben leichter, freundlicher und fröhlicher.
 

Wirkungen

Erwartungen sind einschneidende Grenzverletzungen. - 
Der eine geht dabei über die eigenen Grenzen hinaus und dringt unberechtigt in den Zuständigkeitsbereich des anderen ein. Er versucht, den anderen insoweit zu entmündigen und zur funktionierenden Marionette zu machen. Die Persönlichkeit des anderen wird achtlos beiseite geschoben und an ihre Stelle werden die eigenen Vorstellungen gesetzt. Das tut immer weh, erzeugt Schmerzen und schadet der Beziehung. Es sei denn, es gelingt danach, die Geschehnisse bewusst zu machen und dann als je persönliche Entwicklungs- und Lernanstöße zu begreifen.

Erwartungen sind wesentliche, wenn nicht ‘die’ Wurzeln für das trennende Entweder-Oder, Streit, Ärger, das Kämpfen für oder auch gegen und das Gegeneinander (den Krieg) mit Worten, Gesten, Leistung, Fäusten oder Waffen. - Ob in freundlicher oder brutaler Form, ob äußerlich oder innerlich zurückgehalten, immer will hier der eine seinen Willen durchdrücken und erwartet, dass der andere funktioniert, wie er sich das vorstellt.
 

Alternativen:

In den Grenzen der eigenen Zuständigkeit zu bleiben, also um das Gewünschte zu bitten - statt zu erwarten - ist für mich ein Zeichen von Achtsamkeit und Respekt. Sagt es doch auch: "Ich würde zwar gerne ein ‘ja’ haben, doch ich akzeptiere selbstverständlich auch ein ‘nein’ oder ein ‘anders’. - Du entscheidest für dich!"

Auch bekräftigt es das eigene ‘Nein’ gegenüber Bevormunden und Druck-ausüben, Recht-haben-wollen und Besserwisserei ("Ich will mich nicht in deine Angelegenheiten hineindrängen oder mich bei dir einmischen!").

Es zeigt auch die Einsicht in selbst gemachte Erfahrungen: "Auch ich ärgere mich und gehe innerlich zurück, wenn ein anderer von mir etwas erwartet und versucht, sich in meine Angelegenheiten einzumischen!" Der Volksmund sagt da: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!"

Schließlich werden so wertvolle und entscheidende Grundlagen für gemeinsame Gespräche, für Verstehen, Miteinander-verhandeln und Sich-einigen gelegt, um das Wertvolle, das ausnahmslos jeder mitbringt, zu verbinden (zu bündeln) und es zum gemeinsamen Nutzen fruchtbar zu machen. So haben dann alle etwas davon (Gewinner + Gewinner - und nicht Gewinner + Verlierer).

Also: "Ich bleibe bei mir - und rede von mir - zu dir - und mit dir!"
 

Bitten
 

Herausforderungen:

Erwartungen mit all ihren negativen und belastenden Folgen passieren in der Regel als un-bewusstes Verhalten. Das eigene Tun und seine Auswirkungen sind also nicht bewusst. Vielmehr entspricht es den bisherigen, für gut und richtig geglaubten Gewohnheiten.

Erwartungen funktionieren nur, solange ich sie mir gefallen lasse, mich ganz oder teilweise dem fremden Willen beuge, meine aufrechte und eigenständige Haltung also aufgebe und mich erpressen lasse. Sie verlieren ihre Macht und damit den spürbaren Druck, wenn ich die eigenen Grenzen schütze und mir bewusst mache, dass jeder für seine Entscheidungen selbst zuständig und für die Ausführung und ihre Folgen auch selbst verantwortlich ist - und dazu stehe.

Das bedeutet einerseits, mich auf die eigenen Belange und Vorstellung zu beschränken (z.B. Ich bräuchte bitte dieses und jenes von dir, weil .. ! - Darf ich dir da helfen? - Darf ich da meine Meinung dazu sagen? - Ich mache das so ... ! - Ich an deiner Stelle, würde es wahrscheinlich so probieren!) und andererseits Versuche von Bevormundung und damit von außen kommende Erwartungen in freundlicher Form zurückzuweisen, ohne die bestehende gute Verbindung zu gefährden (z.B. Bitte versteh’ mich recht, ich möchte erst darüber nachdenken und dann selbst herausfinden und entscheiden, was für mich stimmt!).

Es gilt also bewusst zu beachten und zu verinnerlichen:

"ICH entscheide für mich! Niemand sonst - und für niemanden sonst!" und "DU entscheidest für dich! Niemand sonst - und für niemanden sonst!"
und
"Wollen WIR uns einigen?
Du dich mit mir - 
und ich mich mit dir?"


Erwartungen
verlieren zunehmend an Bedeutung (passieren seltener und wenn, dann weniger einschneidend), wenn jeder lernt und sich bemüht, seine eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu beachten, sie zu zeigen (erkennbar zu machen), zu vertreten und zu schützen. Gleichzeitig auch die Grenzen des anderen mit Respekt zu achten.

Natürlich ist es verführerisch, weil bequemer, den anderen zu beauftragen und von ihm zu erwarten, mich - meinen Vorstellungen und Gewohnheiten entsprechend - zufrieden zu stellen.
Dagegen nun mit dem Finger nicht auf das Du, die anderen oder die äußeren Verhältnisse zu zeigen, sondern selbst und für mich die eigenen Wünsche und Bedürfnisse innerlich zu klären, dann zu er-klären - damit nach Außen verständlich zu machen - und um die notwendige Unterstützung zu bitten ("Ich wünsche mir für mich von dir ....., weil ..... ! Bitte komm’ mir doch da entgegen!"), auch nach neuen, eigenen Möglichkeiten für das Wohler-fühlen in dieser Situation zu suchen, das sind Herausforderungen - und gleichzeitig Chancen für ein besseres 'Gemeinsam und miteinander auskommen' und ein besseres Morgen. 
 

Ja - das war’s im Wesentlichen.
Jetzt habe ich ganz schön lange gebraucht, um zu erklären, was für mich erwarten bedeutet. Ich hoffe, dass du mich jetzt besser verstehen kannst!

Rosanna nickte und versicherte mir, dass sie es ‘so’ noch nie gesehen habe. - "Jetzt möchte ich erst mal darüber nachdenken!", sagte sie. Versöhnlich lächelnd fuhr sie fort: "Wir können die Nachmittags-Autofahrt ja auch auf ein andermal verschieben!"
Das haben wir dann auch gemacht.

Die offene Aussprache hat unserer Freundschaft nicht geschadet. Ganz im Gegenteil, wir bemühen uns seitdem beide, achtsamer miteinander umzugehen. 
So macht Freundschaft noch mehr Freude, auch wenn das Miteinander-umgehen etwas anstrengender wird, als es vorher, mit der eher un-aufmerksamen Einstellung üblich war.

 
 

"Bitte"  
hat in Kenia folgende Sprachbedeutung:
"Wenn du dazu bereit bist!"

 
 

Erwarten  2

oder 'selbst' für bessere Verbindungen sorgen?

 

 
"Ich sitze hier und schneide Speck -
und wer mich lieb hat, holt mich weg!"

Jeder von uns hat sie doch - mehr oder minder und immer wieder mal - diese Erwartungshaltung?

"Die anderen sollen so sein und sich so verhalten, wie ich mir das vorstelle. Sie sollen auch denken und handeln wie ich, zumindest ähnlich. - Dann bin ich zufrieden und die anderen sind nett und sympathisch."

Doch das ist Illusion und muss - Gott sei Dank - Illusion bleiben. Denn das Du, der Partner, die Familie und die anderen sind, denken, handeln und fühlen - zumindest bei genauerem Hinschauen - anders ! Sie haben auch eine ganz andere Lebens- und Entwicklungs-Geschichte.

Es gilt also, die eigenen Möglichkeiten weiter zu entwickeln, um mit diesem Anderen - und in vielem noch Unverständlichen - Verbindung aufnehmen und es besser kennen-lernen zu können, wenn ich das will. Vielleicht werde ich mir dann nicht nur die eine oder andere Anregung abschauen, sondern sogar mit diesem Du, diesem Anderen, noch vertrauter werden wollen.

Die Fähigkeit, zu immer besseren und wohl-tuenderen Verbindungen beitragen zu können, wächst aus dem Bewußt-sein, dass das Eigene gut, richtig und wichtig - und gleichzeitig auch immer entwicklungsfähig ist.

So entsteht die Achtung vor sich selbst - und damit auch der Respekt dem Du und Anderem gegenüber.

Verbinden wird immer besser gelingen, je mehr sich die Aufmerksamkeit für diesen Augenblick entwickelt, verbunden mit der Bereitschaft, das Eigene zu erkennen, klar auszudrücken und zu vertreten, dem Du zuzuhören, um es zu verstehen und, wenn nötig, zu Einzelheiten und zum besseren Verständnis Fragen zu stellen und zu beantworten.

 

Thema der Woche ab 20.06.13   (07,03)      Newsletter Nr.85      Erwarten - fordern - besser wissen, wie's richtiger wäre - bevormunden - usw. - sind dunkle Seiten, die uns gewohnheitsmäßig und meist ohne dass wir das wirklich bemerken, begleiten. Und sie bewirken Dunkles, also Ärger, Stimmungseinbrüche und Leid.  -  Bewusster werden, Respekt und loslassen lernen machen dagegen das Leben freundlicher und heller - für alle! 
***Gehe in die Tiefe. Halt einen Moment inne und frage dich selbst, was du gerade tust.
     Was du fühlst. Was deine Absicht ist hinter dem was du tust.  
     Und tue dies REGELMÄSSIG!        von Isabell Peters***

siehe auch:    MOSAIK / Bitte       MOSAIK / Erwartungen       MOSAIK / Krieg(Grenzen)      MOSAIK / Krieg(Sichtweisen)  
                     MOSAIK / Probleme 

 

Texte unter "E" E-Fundgrube Ehe Einigen Einladen
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verstreute "E"-Texte Ehrlichkeit -> Zit.35 Eindrücke -> T-Fugr. Einlassen -> Zit.34
Einseitig -> J-Fugr. Enttäuschu.-> Q-Fugr. Entwickeln -> L-Fugr. Erfahrungen1 -> E-Fugr.
Erfahrungen2 -> Z-Fugr. Erfolg -> Enttäuschung Erinnern -> Zit.23 Erkenntnis -> Zit.50 
Es schaffen -> W-Fugr.      
 

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