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Einigen
Inhalt /
Hinweise:

 

 

Einigen  2

Wollen wir uns einigen ?

 

"Wollen wir versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden, die für jeden von uns beiden gut ist und auf die wir uns dann mit Überzeugung einigen können?"

Diese Frage ist ungemein wichtig, weil sie die Konsequenzen bewusst macht:

"Ich habe zwar meine Wunsch- und Ideal-Vorstellungen, aber auch du hast solche, die in der Regel mit meinen nicht übereinstimmen. Wenn wir uns einigen wollen, geht es nicht mehr nur darum, die eigenen Vorstellungen durchzudrücken (oder nachzugeben und darauf zu verzichten), sondern, im Gegenteil, von diesen - in annehmbaren Grenzen - abzurücken, um so gemeinsame Lösungen zu ermöglichen."

Es ist niemals selbstverständlich, dass die Bereitschaft zur Einigung selbstverständlich ist!
Jeder hat nämlich in jedem Augenblick seinen freien Willen und entscheidet selbst und nur für sich. Wenn es also eine gemeinsame Lösung werden soll:

"Wie lautet das gemeinsame Ziel (z.B. dein Umzug soll gemacht werden, ich helfe dir dabei - oder: wir brauchen Zeit, um über ein Problem zu sprechen - oder: - oder: -.)?"

Ist das gemeinsame Ziel klar, dann gilt es festzulegen:

"Wie im einzelnen wollen wir es machen?"

Jetzt ist es wichtig, sich gegenseitig die je eigenen Vorstellungen zu erzählen und zu erklären. Auch welche Besonderheiten persönlich wichtig sind (z.B. Ich bin dafür, den Umzug um 10 Uhr zu beginnen, weil ich nachmittags Fußball spielen möchte. - oder: Ich würde gerne um 13 Uhr anfangen, weil dann auch Suse dabei sein kann. - usw.). Jeder darf also für die eigenen Ideen werben, nicht jedoch darauf beharren und sich nur darauf versteifen.

Was nun folgt, ist Verhandeln und gleichzeitig behutsames Aufeinander-Zugehen.
 

Einigen - der Prozess

 
Das Ergebnis muss dann auch so Spaß machen. Doch jetzt hat es den Vorteil, dass es miteinander und gemeinsam möglich ist (z.B. wir beginnen mit dem Umzug um 11 Uhr und warten, wenn wir es nicht alleine schaffen, bis auch Suse dazu kommt).

Ähnlich ist es auch beim Spazieren gehen: Jeder hat ‘seinen’ Rhythmus. ‘Anpassen’, also einer folgt dem vorgegebenen Rhythmus des anderen, ist keine gute Lösung. Dabei bleiben die Bedürfnisse des Sich-anpassenden auf der Strecke. Doch wenn beide ihren je eigenen Rhythmus aufeinander zu verändern, können sie einen gemeinsamen neuen Rhythmus erfinden, der dann so für beide stimmt.

Beide haben gewonnen! - Beide sind Sieger !

 

 

 

Einigen  3

innere Klarheit + äußere Klarheit + verhandeln

Markante Textstellen:
1. Innere Klarheit 3. Eingehen 5. Verhandeln
2. Äußere Klarheit 4. Wechseln  


Ich möchte mit meinem Partner (oder anderen) ein gemeinsames Vorgehen erreichen - ich möchte also nicht nur meinen Kopf durchsetzen, sondern zu einer Einigung beitragen (mich arrangieren). Wie könnte das gehen?
 

1. Innere Klarheit
(Was will ich - und welches sind meine Motive und Beweggründe?)

Als erstes verlangt das, mir innerlich klar zu werden, wofür ICH MICH einsetzen will. In den meisten Fällen ist das nicht so ohne weiteres zu sagen, denn ein Teil in mir meldet sich und sagt "Das ist wichtig!", ein anderer Teil ergänzt "Und das gehört auch dazu!" und ein dritter Teil wendet ein "Aber nicht mit diesem Ziel, sondern jenes Ziel wäre besser!" usw.
In jedem von uns gibt es immer viele innere Teile, die sich in solchen Situationen melden und ihre Bedürfnisse und Vorstellungen anmelden. Sie können auch recht Gegensätzliches verlangen. 
Nun liegt es an MIR, behutsam und verantwortungsbewusst die Regie in die Hand zu nehmen, einen inneren Abwägungsprozess anzuleiten (was lässt sich miteinander verbinden, was ist besonders wichtig, worauf kann verzichtet werden), so die inneren Teile möglichst nicht im Gegeneinander zu lassen, sondern miteinander zu versöhnen und zu verbünden (das was jetzt wegfällt, erhält dann z.B. vielleicht ein andermal mehr Wichtigkeit) und dann eine klare und eindeutige Entscheidung zu treffen:

"ICH will JETZT dieses oder jenes FÜR MICH!
Das hat FÜR MICH folgende Gründe und verspricht folgende Vorteile: ....
Dafür will ICH MICH einsetzen!"

Und das Ganze soll dann oftmals auch noch blitzschnell gehen und wirklich gute und vernünftige Ergebnisse bringen. - Doch wer verlangt diese Schnelligkeit? Und bringt sie wirklich gute und vertretbare Ergebnisse? - Hilfreich kann es da sein, kurz die Augen zu schließen und ganz nach innen zu gehen, dabei 3 x tief durchzuatmen, oder zwischendurch die Toilette aufzusuchen, oder um einige Minuten Nachdenkpause zu bitten, oder in anderer Weise für so viel Zeit zu sorgen, dass die eigene innere Klarheit erreicht werden kann.
 

2. Äußere Klarheit
(Was wünsche ich mir - gemeinsam - und was habe ich davon - und was sind die Vorteile auch für dich?)

Die gewonnene 'innere Klarheit' (So will ICH es jetzt FÜR MICH!) macht es möglich, das eigene Anliegen nun auch nach Außen verständlich zu er-klären und zu begründen. - Was innerlich nicht klar ist, lässt sich nach außen auch nicht er-klären.
Das "ich will" sollte nun nicht mehr verwendet werden. Es könnte als Forderung (so und nicht anders) aufgefasst werden und damit zu einer Verschlechterung der Stimmung beitragen.  Aber es gibt viele Möglichkeiten, das eigene Anliegen zu er-klären, auch dafür mit überzeugenden Argumenten zu werben, aber doch gleichzeitig zum Ausdruck zu bringen: "Ich bin selbstverständlich verhandlungsbereit, aber so wäre es mir eben am liebsten!" 

Für ein gutes Verstehen sind nicht nur die Inhalte, sondern auch die eigenen Motive sehr wichtig. "Ich möchte jetzt ins Bett gehen!" ist eine (eher schlechte) Möglichkeit. "Du ich bin furchtbar müde und würde jetzt gerne mit dir zusammen ins Bett gehen. Wir könnten uns ja zusammenkuscheln und wenn du magst könntest du auch noch lesen! Ich spüre dich so gerne beim Einschlafen!" ist nicht nur verbindlicher, sondern das ist eine überzeugende Wunsch-Einladung, der sich kaum ein Partner entziehen wird. Und so soll es ja auch sein.
Der eigene Vorteil (Gewinn) soll erkennbar sein, aber auch derjenige des Partners. Eine gute Lösung hat immer Vorteile für beide. 
 

3. Eingehen  
(auf das Gehörte und Verstandene)

Der bisher Zuhörende (Z) sollte nun das, was er verstanden hat, mit eigenen Worten kurz zusammenfassen und wiederholen. "Du würdest also gerne ins Bett gehen und dich zum Schlafen ankuscheln und es wäre dir auch recht, wenn ich dann noch lese."
Genau dieses "Eingehen" auf das Gehörte nährt eine gute Verbindung und bestärkt das Gefühl: "Der andere hat mir zugehört, hat mich verstanden und nimmt meine Interessen - und damit auch mich - wichtig."
 

4. Wechseln

Z kann nun zu den eigenen Vorstellungen wechseln.
Auch für ihn gelten die Positionen 1 - 3 entsprechend.
 

5. Verhandeln

Erst wenn jeder die eigene Position erklärt und die Position des anderen verstanden hat, kann Annäherung = Einigung beginnen.

Vorher ist allerdings noch die Frage "Wollen wir uns einigen?" sehr wichtig. Nur wenn  beide überzeugend mit JA antworten, macht es Sinn, weiterzumachen.

Nun kann jeder mit beiden Vorstellungen, der eigenen und der des Gegenübers, mit sich zu Rate gehen, ob und wie weit er dem anderen entgegenkommen kann, so dass es für ihn selbst noch stimmt. 
z.B. "Du möchtest noch 10 Min. sitzen bleiben und deinen Tee trinken. Derweilen könnte ich mich ja schon fertig machen und voraus ins Bett gehen." - "Prima, so können wir es machen!"

Ist Einigung nicht schon im ersten Anlauf zu erreichen, dann folgen ' in gleicher Weise' (Nr. 1 - 4) weitere Versuche und weitere Verhandlungen. So oft, bis schließlich eine Lösung gefunden ist, zu der dann BEIDE ohne 'wenn und aber' JA sagen können.

Das Ergebnis ist nun sicherlich anders, als jeder es sich eigentlich vorgestellt hätte. Und doch ist es nicht weniger, sondern 'mehr', weil das nun 'miteinander und im Einklang' möglich wird.
Jeder macht also das je Eigene - und doch geht es nun harmonisch und miteinander. - Das ist 'Einigen' - und beide sind Gewinner.

Der Gegensatz dazu wäre 'sich anpassen, erwarten, vorschreiben, fordern, zwingen usw.', das ergäbe dann einen Gewinner und einen Verlierer - oder beide sind 'aus Trotz und gerade zum Fleiß dagegen', da wären dann beide Verlierer.

 

Thema der Woche ab 20.07.12 .(07,02)   Wie oft bin ich im Zusammensein unklar, weiß nicht so recht, was genau ich nun eigentlich wirklich will. Ohne dieses "eigene ICH WILL" eindeutig zu klären und innerlich zu entscheiden, sind niemals gute und zufriedenstellende äußere Ergebnisse möglich. - Die Pause, um mir klar zu werden, ist nicht nur legitim und selbstverständlich notwendig, sondern es ist ganz schön schwer, sie mir auch zu erlauben - und dafür zu sorgen bzw. darum zu bitten. - Nur was innerlich klar und eindeutig entschieden ist, kann auch nach Außen er-klärt und erfolgversprechend verhandelt werden. Und 'einigen' verlangt 'verhandeln', also in kleinen und je eigenen Schritten aufeinander zugehen. 

(noch 06.07.02)    Nun mag mancher einwenden, dass 'verhandeln' so geschäftsmäßig sei - und Liebe und Partnerschaft sei kein Geschäft, sondern - vielleicht etwas Himmlisches, etwas, wo alles von selbst gehen muss, wo es einfach stimmen muss, sonst stimmt die Liebe nicht. -?-    'Verhandeln' heißt aber nichts anderes, als bewusst und respektvoll anerkennen: Du bist anders als ich, du hast andere Interessen, wie ich. Deines ist genau so wichtig und wertvoll, wie Meines. - Wollen wir unser wertvolles Verschiedenes auf einen gemeinsamen Nenner bringen, weil es dann noch mehr Freude für uns BEIDE verspricht?

siehe auch:      Ich will (4)    Wichtig       

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