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 Dafür  -  dagegen  -  jein

Was will ich ?

   

Ich sitze im Wartezimmer eines Orthopäden. - Eine kleine Unachtsamkeit - und ich bin ausgerutscht und habe mir das Bein gebrochen. Er soll mir helfen!

Krank? - Nein krank bin ich nicht. Nur - ich bin etwas weniger beweglich. Teilweise tut es auch ganz schön weh. Aber, das kommt alles wieder ins Lot!

Ich erinnere mich, was mir früher durch den Kopf gegangen ist, wenn ich zum Arzt gehen sollte. Ziemlich unsicher fragte ich mich, was der wohl sagen wird. Denn, was der sagt, stimmt - und das muss ich machen! Auch Gedanken, erst gar nicht zu gehen, weil "Was weiß der schon von mir?"  und Überlegungen, mich zu drücken "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! - Irgendwie wird es schon weitergehen!" waren da. - Doch diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei!

Für mich ist ein Arzt heute einer von vielen wichtigen Spezialisten, an die ich mich um Hilfe wenden kann. Arzt: Spezialist für den Körper, Therapeut: Spezialist für Gefühle und Die-innere-Verbindung- finden, Lehrer: Spezialist für Neues dazu-lernen, Installateur: Spezialist für Heizungs- und Sanitäranlagen, EDV-Fachmann: Spezialist für Computerangelegenheiten - usw.

Während ich mir das so überlege, fasse ich innerlich zusammen:
Krank? - Nein! - Was soll eine Diagnose "Sie sind krank! - Sie haben ... und Sie haben .... nicht!"?
Was soll auch eine Frage: "Herr Doktor: Was fehlt mir?" - Woher soll der wissen, dass mir z.B. Ruhe und Ausgeglichenheit fehlen, ein liebevoller Partner, mehr Freude, Lachen, Wärme, Zärtlichkeit und Nähe? Dass es mir schwer fällt, mich, auch wenn es wichtig wäre, deutlich abzugrenzen und mich aufzuraffen, mich selbst mehr um meine eigenen Angelegenheiten zu kümmern? - - -

Ich fühle mich so wohl und rund, wie ich dafür sorge! - Das ist für mich die Ausgangssituation!

Wenn ich Veränderungen spüre, die mir nicht gefallen, ja mich beeinträchtigen und belasten (z.B. ein gebrochenes Bein, Schmerzen, Ärger, Stress usw.), was kann ich selbst dafür tun, dass es wieder besser wird und sich Gleiches morgen oder übermorgen möglichst nicht wiederholt? - 
Nur ich bin für mich zuständig, z.B. den Arzt und andere Fachleute aufzusuchen, um Hilfe zu bitten, meine Lebens-Gewohnheiten und -Inhalte zu überprüfen und zu verbessern, Neues dazu zu lernen!

Und so wende ich mich also an den Arzt:
"Herr Doktor! Es ist nicht so toll, aber es ist nun mal passiert (weil ich gerade den Kopf wo anders hatte), dass ich mir einen Beinbruch geholt habe. Ich bitte um Gips, Hilfestellung und auch Ihre Meinung, was ich noch alles tun kann, damit der Bruch gut heilt und mir das möglichst nicht nochmals passiert!"

Ich sagte vorher, dass ich nicht krank bin. - Was ist eigentlich ‘krank’?

 

 

‘Krank?’ - Ich denke, das ist der Versuch, das Befinden eines Menschen mit dem Blick nur zur Negativseite zu beschreiben. Der positive Endzustand wäre ‘gesund’. Beide Endpunkte der vorherigen Skizze symbolisieren ‘total’! Total krank bzw. total gesund, das ist etwas, was so nie passiert.

Es gibt nur das Gefühl mehr das eine oder auch mehr das andere - und es ist immer eine Mischung! Sowohl Erfreuliches, als auch Betrübliches, sowohl Anteile die gut tun, als auch solche die hindern oder auch schmerzen. Zu spüren ist besonders das, was gerade überwiegt.

Die erwünschte Richtung ist - ganz natürlich - mehr gesund, wohl, Freude, Lachen usw.

Mir hilft es, den Blick dorthin zu richten, wo ich mehr hin will und dazu den momentanen eigenen Zustand in Beziehung zu setzen.

Also: Ich fühle mich tatsächlich im Augenblick ‘weniger wohl’ und ‘nicht ganz gesund’ - und ich will mich immer wohler, fröhlicher und zufriedener fühlen! - Das eigene Denken, Planen, Handeln und Streben ist also ‘mehr gesund’. Die Lebens-Energie bleibt gebündelt und zielt übereinstimmend - mit Verstand und Gefühl - in genau diese Richtung. Schon das alleine tut gut!

 

 

Natürlich lässt sich der eigene Zustand auch auf die nicht gewollte Seite beziehen, also ‘mehr krank’ und das Ziel wäre dann ‘weniger krank’ (vielleicht auch gesund, doch was bedeutet das dann genau).

Hier spaltet sich die eigene Lebens-Energie.
 

 
‘So nicht!’ ist sicherlich auch eine wichtige Möglichkeit der eigenen Wahrnehmung.
Häufige Begleiter sind auf dieser Seite Angst, Vorwürfe (mir selbst und anderen gegenüber) und Unsicherheit, auch Gefühle von Zerrissenheit und Niedergeschlagensein (Depression). Das zehrt Energie, die dann für das gerade Wichtigste, z.B. das Gesünder-werden, fehlt.

Die Lebens-Energie wirkt bestmöglich, wenn ich mir klar werde "Wie dann - mehr?" und damit der gerade verfügbaren Gesamt-Energie meine Richtung gebe!

Das Faszinierende ist, dass es auch noch eine weitere interessante und gefährlich verbreitete Variante gibt, die heißt ‘nicht (eindeutig) dafür’ und ‘nicht (eindeutig) dagegen’. Wie man so schön sagt: Halbherzig (hin- und her-gerissen, un-klar, un-entschieden) 
In der Wirkung zerstörerisch und krankmachend für alle Beteiligten.
 

  
In der Praxis schaut das dann so aus, dass ich etwas, was ich (so) eigentlich gar nicht will, dann doch mache. Ich sage ‘JEIN‘ (= ja und nein gleichzeitig) - und zwar mit zum Lächeln verzogenem Gesicht und mehr oder minder stark zusammengebissenen Zähnen (in Gottes Namen - na ja - dann eben so - man muss auch nachgeben können - es geht jetzt eben nicht anders - usw.).

Damit wird innere und äußere Auseinandersetzung vermieden: Also inneres Klarwerden über die eigenen Bedürfnisse, das Er-klären und Eintreten dafür, das Hinhören und Zu-verstehen-versuchen der Bedürfnisse des Du und schließlich das gemeinsame Suchen nach guten Lösungen, die für beide taugen (einigen).

Nichts zu sagen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung und nur innerlich ‘dagegen zu sein’, ist scheinbar einfacher. Letztlich ist es aber ein sicherer Weg in den Graben!

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass es Lebens-Energie spart, schneller geht und letztlich mehr Freude bringt, mich bewusst und un-geteilt selbst FÜR die eigenen Anliegen einzusetzen! Auch wenn das anstrengend ist! Darum bemühe ich mich jedenfalls!

In kritischen Momenten schaffe ich den Richtungswechsel leichter, wenn ich mir vergegenwärtige, dass jede Situation sowohl Licht-, als auch Schatten-Seiten hat und mir dann selbst die Fragen stelle:

"Wo gefällt es mir im Augenblick besser ? und 
Wie bewege ich mich jetzt am besten darauf zu ?"

Übrigens: Wenn ich mich nur ‘gegen’ Krankheit, Verletzungen, Ärger, Anderes usw. wehre - oder all das einfach so hinnehme und ertrage, ohne etwas ‘dafür’ zu unternehmen, dass es mir wieder gut und künftig immer besser geht, dann schädige ich mich selbst, weil ich die notwendige eigene Weiterentwicklung verweigere.

Auch Partner, Familie, Arzt, Politiker und andere können mir das, was ich gerade in meinem Leben dazu-lernen und verändern sollte, nicht abnehmen. Sie sind auch nicht Schuld! - Es ist meine eigene Nachlässigkeit und Unentschlossenheit, die mich aus dem Spiegel anstarrt!

 

 

 

Es geht immer darum,
sich dazu zu überwinden
als besser Erkanntes
nun auch zu tun
und zwar gleichzeitig:
   körperlich -
durch entsprechendes
Handeln und Verhalten
    und mit dem Verstand -
durch entsprechendes
Denken und Sprechen (auch durch
die sorgfältige Wahl der möglichst
genau passenden Worte).

 

siehe auch: Newsletter Nr.20    Noch mehr 'dagegen' (X/Y-Fugru)    Stimmungen1 
                MOSAIK / Dagegen 

   

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Dialog  2 Dialog  3  Die Schuhe Du darfst    

 

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